Weitere Erkenntnisse zum Burghügel nach Ausgrabungen

Eine der ersten „Motten“

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Strukturen des Baus haben die Forscher behutsam freigelegt.

ERICHSHAGEN-WÖLPE - Von Nikias Schmidetzki. Seit Jahren arbeiten Haupt- und Ehrenamtliche an der Erforschung des Burghügels Erichshagen-Wölpe. Nach der dritten Kampagne hatten sie nun über Ergebnisse informiert.

Ob sein Wunsch in Erfüllung gehen wird, steht derzeit noch in den Sternen, Dieter Schwanbeck – seines Zeichens Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Burghügel aus Erichshagen-Wölpe – jedenfalls bekräftigte die Hoffnung, die Ausgrabungen und Forschungen der alten Burg Wölpe gingen weiter. Für Montag hatten Archäologen, Arbeitskreis und Mitarbeiter zu einer Besichtigung der Stelle eingeladen.

Die dritte archäologische Grabungskampagne war es, mit der Studenten des Lehrstuhls für Vor- und Frühgeschichte der Universität Regensburg seit Mitte August beschäftigt waren. Vorerst sind die Maßnahmen im Waldgebiet hinter dem „Alten Amt“ damit beendet. Die Funde und Befunde sollen nun ausgewertet und später der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Dass der Burghügel „aus dem Dornröschenschlaf geweckt worden ist“, so sagte er Ortsbürgermeister Tim Hauschildt, sei Verdienst der Arbeitsgemeinschaft. Die Ortsgemeinschaft sei durchaus stolz darauf, betonte er, dankte auch Sponsoren und dem ebenfalls unterstützenden Museumsverein.

Eben dort, im Museum, soll es einen eigen Ausstellungsteil geben, wenn der Fresenhof Anfang des kommenden Jahres wieder öffnen werde, versprach Leiterin Kristina Nowak-Klimscha. Hinzu kommen könnte mittelfristig Infotafeln und vor allem eine wissenschaftliche Publikation, meinte Kommunalarchäologe Dr. Jens Berthold.

Eine der ersten "Motten"

Eindrucksvolle Überreste der einstigen Burg. © Nikias Schmidetzki / Aller-Weser-Verlag
Eindrucksvolle Überreste der einstigen Burg. © Nikias Schmidetzki / Aller-Weser-Verlag
Eindrucksvolle Überreste der einstigen Burg. © Nikias Schmidetzki / Aller-Weser-Verlag
Eindrucksvolle Überreste der einstigen Burg. © Nikias Schmidetzki / Aller-Weser-Verlag
Ein Fund aus den Grabungen. © Nikias Schmidetzki / Aller-Weser-Verlag
Ein Fund aus den Grabungen. © Nikias Schmidetzki / Aller-Weser-Verlag
Frank Wedekind präsentiert Ergebnisse. © Nikias Schmidetzki / Aller-Weser-Verlag

Die Ergebnisse selbst erläuterte jedoch Frank Wedekind, Archäologe und örtlicher Grabungsleiter. Fest steht, dass Spuren bis ins frühe zwölfte Jahrhundert zurückreichen. Damit habe es sich bei der Burg um eine frühe „Motte“ gehandelt. So bezeichnen Experten vorwiegend in Holzbauweise errichtete Burgen mit künstlich angelegtem Erdhügel mit einem meist turmförmigen Gebäude. Entsprechend viel Holz gab es bei den Grabungen zu entdecken: Palisaden, Stützen, aber auch unterschiedliche Überbleibsel aus Stein. Und mittendrin stießen die Forscher auf kistenweise Funde, die bis in die Zeit um 1200 zurückreichen. Eine Scherbe eines einstigen Topfes etwa datiert Dr. Tobias Gärtner von der Uni Regensburg auf diese Zeit anhand anderer Funde vergleichbarer Ausgrabungen.

Nach dem Abschluss der Arbeiten wird die Stelle zunächst wieder verfüllt – allein schon zur Sicherung. Ideal sei es dabei, die Stelle nicht zu dicht zu verfüllen, um im Falle einer Fortsetzung möglichst schnell wieder an den heutigen Grabungsstand zu kommen, gaben die Archäolgen zu bedenken. Und da wäre er wieder, der Wunsch der Arbeitsgemeinschaft.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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