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Gemeinsam in die Zukunft

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Von: Katrin Köster

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Das Filialnetz soll erhalten bleiben, betonen die Geldinstitute.
Das Filialnetz soll erhalten bleiben, betonen die Geldinstitute. © BVR/Lammel

Landkreis – Die Volksbanken Nienburg und Schaumburg möchten künftig noch enger zusammenarbeiten. Darum führen die Geldinstitute derzeit Verschmelzungsgespräche, wie sie in einer gemeinsamen Mitteilung berichten. Holger Hinrichs vom Nienburger Vorstand der Volksbank kennt die Details.

Die „neue“ Bank hätte dann eine Bilanzsumme von rund 4,1 Milliarden Euro, knapp 55 000 Mitglieder und 120 000 Kunden sowie rund 480 Mitarbeiter, schreiben die Vorstände. Heißen soll die Bank Volksbank in Schaumburg und Nienburg eG. Es soll zwei Verwaltungssitze geben, einen in Bückeburg und einen in Nienburg. Die endgültige Entscheidung über den Zusammenschluss treffen die Vertreterversammlungen beider Häuser.

Filialen sollen bleiben

Das derzeitige Filialnetz soll erhalten bleiben, so Hinrichs. Wie sieht es mit den Mitarbeitern aus? Auch die sollen bleiben, betont Holger Hinrichs: „Stellenabbau? Auf gar keinen Fall! Wir brauchen jeden Mitarbeiter.“ Nienburgs Aufsichtsratschef Frank Brümmer sieht in dem Zusammenschluss den Vorteil, dass „die Möglichkeiten einer größeren Bank genutzt werden, um sichere und attraktive Arbeitsplätze sowie Entwicklungsperspektiven bieten zu können“. Fusionsbedingte Kündigungen schließt auch er aus. Erste Eckpunkte der Gespräche stehen bereits fest.

Dem Schaumburger Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Uwe Krismann zufolge sollen die derzeitigen Ansprechpartner im Privatkunden- und Firmenkundengeschäft bleiben. Geplant ist laut Mitteilung zudem, in die Digitalisierung zu investieren und das Beratungsangebot in den Filialen weiter zu verbessern. „Dabei sehen sich die beiden Volksbanken gegenseitig als ideale Partner“, betonen die Vorstände.

„Wir haben bereits in der Vergangenheit gemeinsam Geschäfte gemacht, kennen uns seit Jahren“, beschreibt Holger Hinrichs die Vorzüge der Schaumburger. Zudem ergänze man sich gut: Beide Geldinstitute seien im ländlichen Raum aktiv. Hinrichs ergänzt, dass die Verschmelzung das richtige Rezept sei, um dem Förderauftrag gegenüber den Volksbank-Mitgliedern weiterhin gerecht zu werden und um ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben. Joachim Schorling, Vorstand der Volksbank in Schaumburg, ergänzt, man wolle daher auch weiterhin „kundennah und dezentral“ bleiben.

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