Vierte Gesundheitswoche im Nienburger Krankenhaus startet am Montag

Gehirn im Mittelpunkt

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Dr. Martin Bästlein, Cornelia Schmitz und Christine Schröder (v.l.) werben für die Gesundheitswoche im Nienburger Krankenhaus 2015.

Nienburg - Von Nikias Schmidetzki. Das Gehirn ist es dieses Mal. Es steht im Fokus der vierten Gesundheitswoche im Nienburger Krankenhaus ab kommendem Montag. Aber auch zu anderen Themen, vom Herz bis zum Rücken sind Vorträge und Aktionen geplant.

Seit zehn Jahren gibt es in Nienburg eine neurologische Fachabteilung. Weit mehr als 2000 Patienten behandeln Chefarzt Dr. Martin Bästlein und seine Kollegen pro Jahr. In der später zusätzlich eingerichteten „Stroke Unit“ zur Erstbehandlung von Schlaganfall-Patienten sind es rund 700. „Das ist Grund genug, dieses Thema hervorzuheben“, sagt Dr. Bästlein. Und so sind Dienstag und Mittwoch, 17. und 18. November, Thementage zur Neurologie.

Der Montag, 16. November, steht im Zeichen des Knies, zudem hält Carola Friedrichs-Heise vom Betreuungsverein Nienburg ab 18 Uhr einen Vortrag zur Vorsorgevollmacht und der Patientenverfügung. „Das kam im vergangenen Jahr richtig gut an, deshalb ist das Thema wieder dabei“, sagt Mit-Organisatorin Cornelia Schmitz. Eine Themenmischung – Herz, Brustkrebs, urologische Tumore – stehen am Donnerstag, 19. November, im Fokus, bevor der Schmerz die Gesundheitswoche abschließt.

Los geht es immer um 16 Uhr, gegen 18 Uhr – bis auf Donnerstag, da erst eine Stunde später – beginnt der jeweils letzte Vortrag. Zusätzlich stellen sich einige Selbsthilfegruppen und beratende Vereine vor, es gibt am Montag Reanimationsübungen, und Mittwoch sowie Donnerstag eine „Back-Check-Messung“ der AOK. Dabei können Muskelabschwächungen und -dysbalancen im Bereich des Halteapparates festgestellt werden. „Rückenschmerzen sind die Volkskrankheit Nummer eins“, macht Pressesprecher Jan Hetebrügge deutlich. Viele Probleme können aus manchmal gar nicht wahrgenommenen Unstimmigkeiten entstehen. Von Beschwerden im Nacken bis zum Bandscheibenvorfall im schlimmsten Fall ist vieles möglich.

Außerdem bietet das Helios-Bildungszentrum täglich Bestimmungen des Blutzuckers, des Body-Mass-Index (BMI) und Blutdruckmessungen an. Zwischen den Vorträgen in der Cafetéria stellt der Veranstalter gesunde Häppchen, Obst und Getränke. Die Referenten wollen sich übrigens von „Fach-Chinesisch“ fernhalten. „Ärzte bringen die Inhalte verständlich für Laien rüber“, verspricht Hetebrügge.

Etwas fürs Auge, aber auch fürs Wissen, soll ab Montag im Foyer des Krankenhauses stehen. Ein Gehirn zum Betreten erwarten die Organisatoren. Über zwei Meter hoch und rund 600 Kilogramm schwer, bietet es einen eindrucksvollen Einblick in die Schaltzentrale des menschlichen Körpers.

Anmeldungen für die Veranstaltungen sind nicht nötig. Die Teilnahme ist kostenlos.

Das vollständige Programm ist in einem „Flyer“ nachzulesen. Der steht auch im Internet unter

www.helios-kliniken.de

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