Verwaltung und Politik diskutieren Varianten / Sorgen auch an BBS

Kein Land in Sicht für IGS-Sportplatz

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Bauwerk mit enormen Ausmaßen: Die künftige Integrierte Gesamtschule (IGS) benötigt derart viel Fläche, dass es nicht leicht ist, Platz für einen Sportplatz zu finden.

Nienburg - Von Kurt Henschel. So imposant sich das künftige Gebäude einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in unmittelbarer Nachbarschaft der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Nienburg über das Baugelände erstreckt, so gravierend ist die Tatsache, dass Platz für einen Sportplatz einfach nicht mehr übrig ist. Verwaltung und Politik diskutieren daher verschiedene Varianten, von denen bisher keine restlos zu überzeugen weiß.

Im Verlauf der Sitzung des Ausschusses für die berufsbildenden Schulen des Landkreises am Mittwoch im BBS-Konferenzraum beschloss das Gremium, noch keinen Beschluss zu fassen. Auf einen Antrag von Norbert Sommerfeld (SPD) hat die Verwaltung den Auftrag erhalten, weitere Platz-Varianten zu prüfen.

Sommerfeld hatte erklärt, dass in allen anderen Bereichen „immer alle Möglichkeiten geprüft“ worden seien. „So soll es auch hier sein“, forderte er für die „Kooperation“, in der immer Einigkeit darüber geherrscht habe, „dass es um hohe Kosten gehen“ würde. Da er „noch ungeprüfte Varianten“ sehe, solle die derzeit favorisierte, aber insgesamt mindestens 850000 Euro teure „Variante 2“ auf einem von den Helios-Kliniken zu erwerbenden Grundstück bis zur Klärung anderer Möglichkeiten ruhen. Soll heißen: Wenn sich keine andere – und gegebenenfalls günstigere – Chance eröffne, einen Platz für einen Sportplatz für die künftigen IGS-Schüler zu finden, käme es vermutlich zum Deal mit dem Krankenhaus. Sicher ist derzeit nichts – außer der Tatsache, dass bei allen Varianten ein neuer Sportplatz keine Laufbahn bekommen könnte. Jedenfalls keine, die der Norm einer 400-Meter-Bahn entspricht.

Karsten Heineking (CDU) unterstützte den Sommerfeld-Vorschlag, bat aber die Verwaltung darum, zu prüfen, ob nicht auch eine kürzere Laufbahn mit kleinerem Radius denkbar wäre. Er bevorzuge nämlich eine Sportanlage in der Nähe der IGS, weil sie zwingend notwendig sei und es nicht sein dürfe, die Schüler durch das Stadtgebiet schicken zu müssen.

Das Statement der BBS-Sportlehrer dazu in einer formellen Sitzungsunterbrechung: „Wir brauchen keine Norm-Bahn. Unklar ist allerdings, ob das bei Bundesjugendspielen ginge.“

Sabine Schroeder, Leiterin der BBS, verdeutlichte die durch den IGS-Bau entstandene Enge auf dem Gelände mit der Aussage: „Wir haben nicht einmal mehr eine Fläche als Notfall-Sammelplatz.“ Darüber hinaus wolle sie für einen IGS-Sportplatz auf keinen Fall das BBS-Außengelände opfern, das zwingend für die Ausbildung beispielsweise der Maurer, Tischler sowie Zimmerleute benötigt würde.

Obwohl auf der Tagesordnung nicht vorgesehen, wagte Schroeder einen verbalen Ausflug in eine andere Richtung: „Wir haben auch große Sorgen wegen der Hallenstunden“, so die Oberstudiendirektorin. Sie benötige für ihre BBS 187 Hallenstunden, die „schon jetzt nicht verfügbar“ seien. Die IGS, so Schroeder, habe den Bedarf von 84 Hallenstunden angemeldet. Das könne nicht funktionieren und es sei wichtig, dass der Landkreis in dieser Sache „dringend mit der Stadt“ spreche.

Das soll auch geschehen, so Dieter Labode vom Schulamt. Er glaubt, dass die Hallen-Kapazitäten in der Stadt ausreichen und erklärte: „Wir gehen zuversichtlich in die Gespräche mit Nienburg.“

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