55- und 45-jährige Männer sollen für mindestens vier Taten verantwortlich sein

Wollten Festgenommene Bank im Nordkreis überfallen?

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Ein Überfall auf die Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Nienburg im vergangenen Jahr könnte auf das Konto zweier Männer gehen, die Spezialeinsatzkräfte in der vergangenen Woche in Martfeld (Landkreis Diepholz) festgenommen haben.

Nienburg - Von Kurt Henschel. Die beiden Männer, die – wie berichtet – in der vergangenen Woche im Bereich der Kirche in Martfeld (Landkreis Diepholz) von Spezialeinsatzkräften der Polizei festgenommen worden waren, könnten vorgehabt haben, ein im benachbarten Landkreis Nienburg befindliches Geldinstitut zu überfallen. Um welchen Ort es sich dabei gehandelt habe, teilten sowohl die Polizei in Hameln als auch die Staatsanwaltschaft in Bielefeld nicht mit.

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ist aus dem Grunde zuständig, da die beiden Männer (55 und 45 Jahre alt) aus Bünde und Petershagen in Nordrhein-Westfalen stammen sollen. Sie könnten nach Angaben der Ermittler für mindestens vier Banküberfälle in Rinteln, Minden, Nienburg sowie in dem kleinen Ort Ottenstein bei Holzminden verantwortlich sein und insgesamt etwa 130 000 Euro erbeutet haben.

Ein Sprecher der Polizei in Hameln verwies gestern auf Anfrage auf die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft Bielefeld, deren Pressedezernentin und Staatsanwältin Dr. Christiane Holzmann allerdings nicht zu erreichen war. Bereits nach der Festnahme der beiden Männer hatte sie sich gegenüber dieser Zeitung recht bedeckt gehalten. Sie hatte lediglich bestätigt, dass es einen Einsatz in Bezug auf ein Verfahren gab, das bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld geführt wird. Außerdem hatte sie mitgeteilt, dass die Polizeidienststellen Hameln und Minden für die Ermittlungsarbeit zuständig seien. Da diese Ermittlungen andauerten, könne sie keine weiteren detaillierten Auskünfte zu den Festnahmen geben, wie sie erklärte.

Welche Bank im Nordkreis des Landkreises Nienburg gegebenenfalls das Ziel der Männer gewesen sein könnte, ist unklar. Warum die Männer von ihrem Vorhaben abgewichen sein könnten, ebenso. Augenscheinlich seien sie von einer Zeugin beobachtet worden, die auch die Polizei informiert habe. Daraufhin sei es zu dem Einsatz in Martfeld gekommen. Dort war – wie bereits berichtet – die Polizei nach Angaben von Augenzeugen mit vier bis fünf Autos und etwa zehn Ermittlern vor Ort gewesen.

Eine westfälische Zeitung hatte ausführlich über den Raubüberfall am 11. April in Ottenstein berichtet und mitgeteilt, dass es den Beamten der Ermittlungsgruppe in Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden in Minden und Nienburg schließlich gelungen sei, die mutmaßlichen Täter zu identifizieren. Nach der Ergreifung der beiden Männer in Martfeld hatte das Amtsgericht in Bielefeld auf Antrag der dortigen Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen die mutmaßlichen Täter erlassen, so das Blatt.

Wie im Zusammenhang mit der Festnahme weiter verlautete, sollen die Verdächtigen bereits wegen anderer Raub- und Eigentumsdelikte in Erscheinung getreten sein und dafür schon längere Haftstrafen verbüßt haben.

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