Scheiben eingeschlagen, Autos durchwühlt

Immer wieder Vandalismus in Nienburger Parkhaus

Allein in den vergangenen vier Wochen habe es mehrere Vorfälle im Parkhaus in Nienburg gegeben.
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Allein in den vergangenen vier Wochen habe es mehrere Vorfälle im Parkhaus in Nienburg gegeben.

Die Scheiben sind eingeschlagen und in tausend Teile zersprungen, das Auto ist durchwühlt worden: Genau das passiert im Parkhaus am Bahnhof in Nienburg immer wieder. Allein in den vergangenen vier Wochen habe es mehrere Fälle gegeben, weiß Thomas Hesse, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Stadt Nienburg/Weser.

Nienburg – Thomas Hesse versucht, dem Vandalismus-Problem zu begegnen, indem sein Sicherheitspersonal vermehrt und zu wechselnden Zeiten gerade am Wochenende immer wieder im Parkhaus unterwegs ist. Er weiß aber auch: „Mein Personal ist bekannt.“ Wenn seine Mitarbeiter auftauchen, entfernen sich die Täter schnell aus dem Parkhaus. Thomas Hesse hat dabei mit mehreren Herausforderungen zu kämpfen. Setzt er noch mehr Sicherheitskräfte ein, kann er die Parkgebühren für die 1 700 Parkplätze in den sieben Parkhäusern an sechs Standorten im Stadtgebiet nicht mehr halten.

Und auch Videoüberwachung ist keine Lösung: „Die darf ich nur einsetzen, um das Eigentum der Wirtschaftsbetriebe zu schützen.“ Nicht aber, um das Eigentum von Privatleuten zu bewahren, die ihre Fahrzeuge im Parkhaus abgestellt haben. „Es ist nicht zu verstehen. Aber einen vollflächigen Schutz dürfen wir nicht anbieten“, sagt Thomas Hesse. Aufgrund der Datenschutzbestimmungen gebe es daher nur an der Ein- und Ausfahrt eine Kameraüberwachung.

Vandalismus im Parkhaus: „Es ist Zufall, wenn mal jemand erwischt wird“

„Die Notrufmelder und Glastüren werden eingeschlagen und die Mülleimer von der Wand getreten“, nennt Thomas Hesse Beispiele für den Vandalismus, der im Parkhaus stattfindet. Es sei auch schon versucht worden, die Kassenautomaten zu knacken, allerdings erfolglos. „Wir bekommen auch nicht immer mit, wenn Privatleute geschädigt wurden“, sagt der Geschäftsführer. „Es ist Zufall, wenn mal jemand erwischt wird“, sagt Thomas Hesse. Und wenn doch, befänden sich diejenigen in Betreuung oder Insolvenz. In 80 Prozent der Fälle würden die Verfahren dann eingestellt, kann er aus seiner persönlichen Erfahrung berichten.

„Im Jahr 2021 haben wir bislang eine niedrige zweistellige Zahl an Straftaten registriert. Diese teilen sich nahezu zu gleichen Teilen auf Sachbeschädigungen am Parkhaus, Einbrüche in Fahrzeuge sowie Sachbeschädigungen an Fahrzeugen auf“, berichtet Andrea Kempin, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg. Aufgrund noch offener Verfahren und da es sich um eine sogenannte Eingangsstatistik handele, könne sie zur Aufklärungsquote keine validen Angaben machen, erläutert sie.

Frustfaktor in der Bevölkerung

Exakte Zahlen zu Delikten sowie valide Zahlen zur Aufklärungsquote für das Jahr 2021 gebe es erst nach der landesweiten Veröffentlichung der polizeilichen Kriminalstatistik. Und das sei voraussichtlich im März/April 2022 der Fall.

Thomas Hesse hofft derweil, dass der bestehende Frustfaktor in der Bevölkerung aufgrund der Corona-Pandemie weiter zurückgehe. Denn auch da sieht er persönlich eine Ursache für die Aggression, die die Täter bei ihren Einbrüchen und Sachbeschädigungen an den Tag legen. Dennoch: „Man kann guten Gewissens im Parkhaus parken“, so der Geschäftsführer. Immerhin biete es einen gut beleuchteten Übergang zum Nienburger Bahnhof.

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