Unfall in Schinna: Falsche Gerüchte

Schwerverletzter hat überlebt

Die Polizei sucht Zeugen zum Unfall auf der L 349

Schinna - Zu dem schweren Unfall mit einer toten Beifahrerin am Sonntagabend bei Schinna (Gemeinde Stolzenau) hat die Polizei am Donnerstag mitgeteilt, dass der schwer verletzte Fahrer des Passats – im Gegensatz zu offenbar kursierenden Gerüchten – nicht verstorben ist. „Der 55 Jahre alte Fahrer musste schwerst verletzt ins Krankenhaus nach Hannover geflogen werden“, wiederholt Polizeisprecherin Gabriela Mielke die Information, die sie bereits Anfang der Woche mitgeteilt hatte.

Abseits der Gerüchtelage haben sich die Ermittler mit dem Unfallhergang beschäftigt und dabei herausgefunden, dass sich der betrunkene Fahrer des Unfallwagens (1,39 Promille) vor dem Zusammenstoß merkwürdig verhielt. Kurzer Rückblick: Der 44-Jährige hatte mit seinem Audi einen Golf am Ortsausgang von Schinna in Richtung Steyerberg auf der L349 überholt, dabei war er auf der Gegenfahrbahn unterwegs und kollidierte in einer Kurve frontal mit dem eingangs erwähnten Passat – die 52-jährige Beifahrerin und Ehefrau des Fahrers verstarb noch an der Unfallstelle.

Der Audi-Fahrer war daraufhin geflüchtet, die Polizei nahm ihn jedoch fest und der Haftrichter erließ noch am Montag Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. Der Mann ist lettischer Staatsbürger. Gegen ihn wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung, Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubten Entfernens vom Unfallort und unterlassener Hilfeleistung ermittelt.

Bevor sich der Unfall ereignete, soll der 44-Jährige laut Polizei den Golf bereits in Schinna überholt haben. Danach fuhr der Audi mit rund 30 Kilometern pro Stunde am rechten Fahrbahnrand und signalisierte dem Golf mit einer Handbewegung das Überholen, teilten die Ermittler weiter mit. „Der Golffahrer nahm wegen des lettischen Kennzeichens an, der Fahrzeugführer kennt sich nicht aus und überholte“, ergänzt Mielke.

Hinter dem Ortsausgangsschild Schinna überholte der Audi den Golf dann erneut und es kam zum Unfall im Gegenverkehr. Der Unfallfahrer stieg aus, trat an den verunfallten Passat heran und entfernte sich anschließend in Richtung eines Maisfelds, so die Erkenntnisse der Beamten.

52-Jährige stirbt bei Frontalzusammenstoß

„Zu diesem Zeitpunkt waren bereits andere Verkehrsteilnehmer auf die Unfallstelle zugekommen. Diese sind für uns wichtige Zeugen und werden gebeten, sich zu melden“, ruft die Polizeisprecherin abschließend auf. Die Beamten sind unter der Telefonnummer 05761/92060 zu erreichen.

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