Weitere Etappe der Bundeswehr-Übung „Joint Cooperation“

Unfall im Chlorgas-Lager

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Dekontamination eines Chemikalienschutzanzug-Trägers nach dem Einsatz.

Uchte - Unfall im Chlorgas-Lager Uchte – so lautete die Anweisung der Regie für ein Übungs-Szenario mit den Kräften der CIMIC-Einheiten aus 21 Nationen bei der derzeit laufenden militärischen Übung „Joint Cooperation“, an der am Montagabend die Mitglieder der Feuerwehr Uchte sowie die der Gefahrgutgruppe aus der Samtgemeinde Uchte beteiligt waren.

Dabei handelte es sich um ein fiktives Chlorgas-Lager eines mittelständischen Unternehmens. Da dieses Lager zu den kritischen Infrastrukturen zählt, sollte die CIMIC-Einheit dieses auf ihre Sicherheit und Zuverlässigkeit überprüfen.

Während des Gesprächs mit dem Leiter des Chlorgas-Lagers (als solcher fungierte der stellvertretende Ortsbrandmeister aus Uchte, Henning Sauer, der auch die Übung ausgearbeitet hatte, als Laiendarsteller) geschah der Unfall: Am Ventilsitz einer Gasflasche trat unkontrolliert Chlorgas aus. Ein Mitarbeiter zog sich dabei erhebliche Verätzungen an den Händen zu. Nachdem alle Personen den Gefahrenbereich verlassen hatten, so berichtet Ralf Tiedemann vom Presse-Team der Uchter Feuerwehren, wurden erste Maßnahmen zur Verletztenversorgung und das Absetzen des Notrufs von den Mitgliedern der CIMIC-Einheit erledigt.

Der Freibad-Vorplatz in Uchte mit den Fahrzeugen der örtlichen Feuerwehr, die in die Übung eingebunden war. 

Die Feuerwehr Uchte und die Gefahrgutgruppe der Samtgemeinde Uchte wurden über die Integrierte Rettungsleitstelle in Stadthagen alarmiert. Unmittelbar nach der Ankunft der Einsatzkräfte ordnete Ortsbrandmeister Frank Witte die Niederschlagung der Chlorgas-Dämpfe mittels Hohlstrahlrohr an, bis ein Werfer-Monitor vor dem Gebäude in Stellung gebracht werden konnte. Durch den feinen Sprühnebel des Wasserstrahls verhinderten die Kräfte eine weitere Ausbreitung der Dämpfe. Zeitgleich rüsteten sich zwei Einsatzkräfte der Gefahrgutgruppe mit Atemschutz und CSA (Chemikalienschutzanzug) aus. In dieser umweltunabhängigen Schutzkleidung war es den Einsatzkräften möglich, einen Sicherheitsverschluss am Ventilsitz der Gasflasche anzubringen und so das weitere Ausströmen von Chlorgas zu stoppen. So gesichert, sei es möglich gewesen, die Flasche gefahrlos für weitere Maßnahmen abzutransportieren.

Im Abschlussgespräch für den Bereich der CIMIC-Kräfte haben die Übungs-Beobachter den Teilnehmern überwiegend sehr gute Leistungen sowie eine schnelle, umsichtige und zielführende Arbeitsweise attestiert, berichtet Tiedemann. Ähnlich verhielt es sich auch bei der Nachbesprechung für die 42 Einsatzkräfte der Feuerwehren. Auch ihnen bescheinigten die Verantwortlichen eine saubere Abarbeitung der Lage. Somit dürfe auch die zweite Beteiligung der Feuerwehren aus der Samtgemeinde Uchte an „Joint Cooperation“ als erfolgreich und als „Win-Win-Situation“ bezeichnet werden, erklärt der Feuerwehr-Pressesprecher.

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