Soldaten aus Nienburg ab Freitag mit Gästen unterwegs

Übung „Joint Cooperation“: 21 Nationen sind beteiligt

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Oberstleutnant Bernd Weiser (hinten) erläutert dem Reservisten und Oberstabsgefreiten Stephan Nachtigall einige wichtige Details der am Freitag beginnenden Übung.

Nienburg - Von Kurt Henschel. Von Freitag an läuft eine Woche lang die Bundeswehr-Übung „Joint Cooperation", die sich im Landkreis Nienburg abspielt, aber auch die Landkreise Verden und Hannover-Land berührt. Es handelt sich um eine zivil-militärische Übung, an der Soldaten aus Nienburg, internationale Partner aus 21 Nationen sowie zivile Vertreter aus Politik und Wirtschaft beteiligt sind.

Hauptmann Ben Mitchell reiste aus Kanada an. Der Offizier ist erstmals dabei und freut sich auf Nienburg und die Übung „Joint Cooperation“.

Die Stabsrahmenübung mit Volltruppenanteilen befindet sich also in den Startlöchern, die ersten internationalen Teilnehmer sind bereits angereist. Die Übung ist laut dem Pressestabsoffizier des „Zentrums für Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr" (ZentrZMZBw) in der Nienburger Clausewitz-Kaserne, Oberstleutnant Bernd Weiser, die Plattform für ein multinationales und zivil-militärisch übergreifendes Training von Verfahrensabläufen, Kooperationen und zivil-militärischer Zusammenarbeit, so Oberst Joachim Miller als Kommandeur des ZentrZMZBw. Genau wie bei einem Einsatz der Bundeswehr in einer Krisenregion müssen die Soldaten die relevanten Details zusammentragen und auswerten, die zur Erstellung eines zivilen Lagebildes benötigt werden, um daraus resultierend Lösungen zu erarbeiten.

Bei dieser Übung geht es ausdrücklich nicht um den Einsatz von Militär in Kampfhandlungen, sondern vielmehr um die Fähigkeit, mit zivilen Partnern und humanitären sowie UN-Organisationen notleidenden und betroffenen Menschen zu helfen und diese zu unterstützen. Dies bedarf der Zusammenarbeit, Kooperation und Koordination.

Übung folgt einem fiktiven Szenario

„Das Üben geht aber nicht ohne die Menschen vor Ort. Politiker, Wirtschaftsvertreter und Institutionen wie die Polizei, die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk (THW), das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Johanniter Unfall-Hilfe (JUH) sind aktiv in diese Übung eingebunden", fügt Oberst Miller erklärend hinzu. Auch wenn die Nienburger Soldaten mit ihren internationalen militärischen Partnern in Deutschland üben, hat dieses Übungs-Szenario keine Berührungspunkte oder Ähnlichkeiten mit einem Einsatz der Bundeswehr im Inneren.

Die Übung folgt einem rein fiktiven Szenario, läuft aber real auch außerhalb der Clausewitz-Kaserne in den genannten Bereichen. In Verden, Uchte, Neustadt und Nienburg kann der aufmerksame Bürger immer wieder Szenen der Übung erleben und mit den Soldaten auch persönlich ins Gespräch kommen.

Englisch ist die Arbeitssprache

Da 21 Nationen an dieser zivil-militärischen Übung beteiligt sind, ist Englisch die gemeinsame Arbeitssprache. Bevor die Übung startet, erhalten alle Beteiligten noch verschiedene Einweisungen und Ausbildungen. Alle nationalen und internationalen Soldaten sollen während der „JC16" einen einheitlichen Kenntnisstand zur zivil-militärischen Zusammenarbeit (ZMZ) erreichen. „ZMZ" heißt in englischer Sprache „Civil-Military Cooperation" (CIMIC).

Weitere Infos auch unter

www.jc.zentrzmzbw.de

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