Tagung an der Polizeiakademie

Binias: „Gewalt möglichst vermeiden“

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Landes-Polizeipräsident Uwe Binias im Verlauf der Tagung.

Nienburg - Rund 150 Interessierte, darunter hochrangige Gäste aus Polizei und Politik, folgten am Donnerstag der Einladung des Direktors der Polizeiakademie Niedersachsen, Dieter Buskohl, nach Nienburg, um sich während einer polizeiwissenschaftlichen Tagung zu dem Thema „Polizei und Gewalt“ auszutauschen.

Das Spannungsfeld „Polizei und Gewalt“ wurde von beiden Seiten beleuchtet. Nicht nur Gewalt gegen Polizeibeamte, wie dies im Kontext mit Aufmärschen rechtsradikaler Gruppierungen oder auch bei der Austragung von Fußballspielen vorkommt, rückte in den Fokus. „Die polizeiliche Kriminalstatistik weist für das Jahr 2014 bundesweit 62000 Polizeibeamte als Opfer einer Straftat aus. Das heißt konkret: Tag für Tag werden 168 Kolleginnen und Kollegen Opfer eines Gewaltübergriffs“, zeigte Buskohl bei seiner Begrüßung auf. Doch auch Gewalt, die von Polizisten ausgeht, wurde angesprochen und diskutiert.

„Im Sinne einer bürgernahen und bürgerfreundlichen Polizei muss es Ziel sein, die Anwendung von Gewalt zu vermeiden beziehungsweise auf das zwingend notwendige Maß zu beschränken“, so Landes-Polizeipräsident Uwe Binias.

In Vorträgen von Referenten aus ganz Deutschland sowie in vertiefenden Fachforen bot die Polizeiakademie ein abwechslungsreiches Programm, welches sich den verschiedenen Facetten der Thematik „Polizei und Gewalt“ widmete. Empirische Ergebnisse zu Gewalt im Polizeidienst wurden ebenso vorgestellt wie auch das Projekt „Interkulturelle Kompetenz“. Die Deeskalation von Gewalt spielte eine große Rolle und auch das Konzept der Bürgerpolizei wurde diskutiert.

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