Tagespflegestelle im Predigerseminar zieht in neues Domizil um

Wo geht's denn lang?

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Wo geht's denn lang? Linus und Fabian treten den Weg von ihrer alten Kindertagespflegestelle zum neuen „Klostergärtchen“ an.

Loccum - Die Kinder aus dem Predigerseminar im Kloster Loccum sind umgezogen: Ihre Tagespflegestelle hat ein neues Haus bekommen. Auch vier Jahre nach Eröffnung ist solch eine Betreuung für Kinder in einer Vikars-Ausbildungsstätte noch einmalig.

Der eine schaut nach rechts, der andere nach links – wo soll es denn nun hingehen, fragen sich Fabian und Linus anscheinend. Die beiden Jungen bekommen aber gleich darauf den Weg gewiesen. Gemeinsam mit dem letzten Spielzeug, das noch in ihrer alten Tagespflegestelle ausgeharrt hatte – Puuh, dem Bären – werden sie von einem Tross aus dem Kloster und dem Predigerseminar in ihr neues Heim geleitet. Damit ist die Tagespflegestelle nun endgültig umgezogen.

Vier Jahre sind vergangen, seit im Predigerseminar die erste Tagespflegestelle eingerichtet worden war. Nicht nur die erste im Kloster, wie Loccums Abt Horst Hirschler betont, sondern die erste in einem Predigerseminar überhaupt.

Mehr und mehr waren Vikare nach Loccum gekommen, die keine guten Lösungen zur Unterbringung ihrer Kinder während der Studienzeit hatten. So kam es, dass sie ihre Kinder mitbringen und in kompetente Hände geben konnten, um sich voll und ganz ihrer Ausbildung widmen zu können. Das Konzept ging auf, die Tagespflege wurde gerne angenommen.

Von der Wohnung in einem Haus direkt vor dem Klostertor durfte sie nun aber in noch schönere Räume umziehen: Mehr Platz steht dort zur Verfügung, ebenerdig ist alles zu erreichen und direkt hinter der Klostermauer haben die Kinder noch einen größeren Garten zum Spielen bekommen.

Mit dem Garten stand auch der Name der Tagespflegestelle fest: „Klostergärtchen“ heißt sie ab sofort. Ins „Klostergärtchen“ eingezogen sind alle Beteiligten mit Gesang, den Adelheid Ruck-Schröder, Studiendirektorin im Predigerseminar, anstimmte – allerdings erst, nachdem Fabian das rote Band vor der Pforte durchschnitten hatte.

Innerhalb eines Jahres ist das Haus hinter der Mauer umgebaut worden, das gesamte Erdgeschoss steht den Kindern nun zur Verfügung. Geleitet wird das „Klostergärtchen“ von Erzieherin Susanne Burfeind, unterstützt wird sie von zwei Fachkräften und einer Kraft im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ).

Und da nun mehr Platz zur Verfügung steht als bislang, können statt acht Kindern nun bis zu zehn Kinder gleichzeitig betreut werden. Fabian und Linus fühlen sich jedenfalls trotz anfänglicher Orientierungsschwierigkeiten beim Umzug schon richtig wohl im neuen Reich.

ade

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