„Tag der offenen Grabung“ an der alten Burg Wölpe

Alte Fundamente, Waffen und Münzen

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Vorsichtig und filigran müssen die Grabungshelfer vorgehen, auch wenn sie es mit Stein zu tun haben.

Erichshagen-Wölpe - Von Nikias Schmidetzki. Anders als erwartet, seien die Funde – aber gut, sehr gut sogar. Das wusste Frank Wedekind, seines Zeichens örtlicher Grabungsleiter bei den archäologischen Arbeiten an der alten Burg Wölpe, zu berichten.

Bereits seit 2012 laufen dort die Forschungen, derzeit laufen die vorerst letzten Untersucheungen. Und nun steht so gut wie fest: Bereits Anfang des 12. Jahrhunderts stand die Burg auf dem Hügel, der heute vor allem Waldgebiet ist. Und immer mehr haben die Helfer dort seither freigelegt, immer wieder neue „alte“ Schichten entdeckt – und vieles, was später im Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll.

Die Fundamente erklärt Frank Wedekind.

Selbst für Laien ist mittlerweile erkennbar, das dort nicht einfach nur Holz und Steine in einem großen Loch liegen. Was sich aber genau dahinter verbirgt, wollen Experten vom Museum und der Kommunalarchäologie vor Ort informieren. Die Archäologen berichten am Donnerstag, 17. September, vor Ort von ihrer Arbeit. Beim „Tag der offenen Grabung“ können Besucher in der Zeit von 14 bis 17 Uhr staunen und lernen. Eben das tun die Experten vor Ort nämlich seit Tagen selbst. Etwa als klar wurde, dass die gefundenen Gebäudereste schon von einem zweiten Bau stammten, und die ursprüngliche Burg noch viel älter war. Bilder, Grafiken und Fundstücke entführen dort ins Hochmittelalter. Gefunden haben die Grabungshelfer nicht nur Keramik, sondern tatsächlich auch Waffenreste und Münzen, auf denen sich unter anderem Ludwig XIV. verewigt hat.

Zwei Wochen haben sie noch, ob es nochmal eine Zugabe für die Forschung gibt, steht derzeit in den Sternen. Aber das, was die Grabungshelfer in den vergangenen Tagen so aufgedeckt haben, was so anders ist, als erwartet, lässt Nienburgs Museumleiterin Kristina Nowak-Klimscha schon sagen: „Anders ist super.“

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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