Täglich gehen Hinweise ein/Aktion in Nienburg läuft auch ohne Werbung

Saubere Stadt per Mausklick

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Bürger können der Stadt Nienburg online einen Schaden oder Mangel wie zerstörte Mülltonnen, Sichteinschränkungen im Verkehr oder demolierte Straßenschilder melden.

Nienburg - Von Vivian Krause. Wenn der Radfahrer Ästen ausweichen muss, die Straße im Dunkeln liegt oder Mülleimer überquellen, können Nienburger einen ganz einfachen Weg gehen: Online, telefonisch oder per Fax in wenigen Schritten für eine sauberere Stadt sorgen.

Die „Aktion saubere Stadt“ soll Bürger in die Pflege des Stadtbilds mit einbeziehen, erklärt Friedhelm Meyer-Leseberg von der Stadt Nienburg das Ziel der Kampagne. Zeitgleich mit rund 16000 verteilten Hinweisbögen startete die Aktion bereits 2008 auch online. Beide Wege rufen dazu auf, Schäden oder Mängel wie eine unkenntliche Fahrbahnmarkierung, beschädigte Verkehrszeichen oder verstopfte Gullideckel zu melden.

Das Online-Meldeverfahren ist einfach: Der Nutzer gibt die Zeit und den Ort an, kann dabei sogar einen Standpunkt auf einer Karte markieren. Ein Foto kann ebenfalls angefügt werden. Schritt zwei beschreibt die Art des Schadens, 18 Posten sind dabei vorgegeben. Dann folgen persönliche Daten in Schritt drei und schon geht die Meldung bei der Stadt ein – genauer gesagt bei Ludwig Berg. Der Sachbearbeiter der Stadt Nienburg schaut sich jeden Fall genau an und entscheidet, an wen er diesen intern oder extern weiterleitet. Jeder Bürger bekomme eine Bestätigung des Eingangs und zusätzlich später noch eine Rückmeldung zum Stand. „Das ist wichtig für die Bürger“, so Meyer-Leseberg.

Alle Vorfälle werden vom Sachbearbeiter statistisch eingeordnet, um Rückschlüsse auf wiederkehrende Verschmutzungen oder Häufungen in bestimmten Straßenabschnitten zu ziehen. „Da ist uns allen dran gelegen – der Verwaltung, der Stadt, der Politik und den Bürgern“, fasst Meyer-Leseberg zusammen.

Als häufigste Auffälligkeiten gibt Berg Plakatierungen, Verunreinigung durch Müll, Grüngut oder Hundekot, Straßenschäden, ausgefallene Beleuchtung und Büsche oder Bäume, welche die Sicht im Verkehr einschränken, an.

Der Bürger sei zweifelsfrei eine Hilfe: Es gäbe auch Situationen, welche die Stadt selbst nicht wahrnimmt, so Berg. Besonders Gefahrenstellen sind den Mitarbeitern der Stadt ein Dorn im Auge: Eine eingeschränkte Sicht oder fehlende Fahrbahnmarkierungen seien untragbar.

Anfangs gab es einen regelrechten „Boom“, danach gingen die Zahlen der Meldungen über die „Aktion saubere Stadt“ stark zurück. Das Problem sei laut Meyer-Leseberg, dass die täglichen Hinweise bei der Stadt und jene, die explizit über die Aktion abgegeben werden, gar nicht strikt zu trennen sind. In Zahlen sind das im vergangenen Jahr noch 29 Fälle, in diesem lediglich noch neun, die der Aktion selbst zugeordnet werden können. Hinweise gäbe es dennoch rund 20 pro Woche. Dies sei keineswegs ein Grund zur Entmutigung. „Das wichtigste ist, dass die Leute wissen, an wen sie sich wenden können“, so Berg.

Im nächsten Jahr soll das Projekt im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung noch einmal thematisiert werden. „Es ist nicht eingeschlafen“, versichert Meyer-Leseberg. Und hätte sich in jedem Fall positiv auf das Stadtbild ausgewirkt.

Aktuell sind die Hinweiszettel in der Bibliothek oder dem Stadtkontor zu finden. Meldungen können außerdem online aber auch unter Telefon 05021/87270 abgegeben werden.

www.nienburg.de/unsere-stadt/aktion-saubere-stadt/

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