Stichwahl der Bürgermeister-Kandidaten

Wer bekommt den Nienburger Chefsessel?

Jan Wendorf kennt sich mit Verwaltungsarbeit aus.
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Er will Nienburgs neuer Bürgermeister werden: Jan Wendorf ist Stellvertreter des derzeitigen Stadtchefs Henning Onkes.

Nienburg – Es ist noch nicht vorbei. Zumindest nicht für Jan Wendorf und Bernd Rudolph (beide Einzelvorschläge), zwei der sechs Bewerber um den Chefsessel im Nienburger Rathaus. Für sie geht das Ringen um den Sieg weiter: Sonntag Abend um 20.40 Uhr stand fest, dass keiner der Kandidaten eine eindeutige Mehrheit erreicht hat. Das bedeutet, dass Rudolph und Wendorf am 26. September in einer Stichwahl antreten müssen.

Rudolph hatte mit 34,22 Prozent (3891) der Stimmen knapp die Nase vorn, aber es war eben zu knapp. Wendorf ist ihm mit 31,14 Prozent (3 540 Stimmen) dicht auf den Fersen. Platz drei im Kandidaten-Ranking belegt Peter Schmithüsen (Bündnis 90/Grüne). Er bekam 17,2 Prozent (1956 Stimmen), dahinter rangieren Nicolas Georgakis mit 10,69 Prozent (1215 Stimmen), Viktoria Kretschmer (Linke) mit 3,92 Prozent (446 Stimmen) und Klaus Oestmann mit 2,82 Prozent (Einzelbewerber, 321 Stimmen).

„Erleichtert“ fühle er sich, sagt Rudolph spontan. Es sei nicht vorherzusehen gewesen, wie die Bürger der Weserstadt ihre Stimmen abgeben. „Das Ergebnis ist schon sehr beruhigend“, ergänzt er. Rudolph war mit seiner Frau am Wahlabend bei der Auszählung dabei. Groß gefeiert wird nicht. Mit seiner Frau auf den Erfolg anstoßen wolle er indes schon. „Aber: Morgen geht die Arbeit weiter“, so der 61-Jährige. Besonders wichtig ist es ihm, sein Wahlkampf-Team für dessen Einsatz zu loben. Die nächsten Tage bis zur Stichwahl möchte der Jurist nutzen, um die Wähler von seinen Zielen zu überzeugen. Rudolph sieht das Ordnen der städtischen Finanzen und die Wirtschaftsförderung als wichtige Schwerpunkte seiner Arbeit als Bürgermeister an (wir berichteten). Jan Wendorf ist etwas müde, aber zuversichtlich, wie er im Telefonat nach der Auszählung sagt: „Ich bin ganz gut gestellt und freue mich über das Ergebnis“, ergänzt er.

Der ehemalige Stadtrat Bernd Rudolph (61) tritt ebenfalls bei der Stichwahl an.

Den 43-Jährigen habe es nicht überrascht. „Bei sechs Bewerbern war damit zu rechnen. Dass es zwischen Herrn Rudolph und mir relativ knapp ist, hat mich aber positiv überrascht.“ Auch Wendorf hält sich am Abend mit dem Feiern zurück, er will es ruhig angehen lassen. „Ich muss morgen früh meinen Sohn zur Schule bringen“, ergänzt der Familienvater. Zudem stünden Treffen mit seinem Team an, um die nächsten Tage zu besprechen.

Wendorf: „Inhalte bleiben“

An seinen inhaltlichen Zielen will Wendorf festhalten: „Meine Schwerpunkte bleiben Kitas und Schulen, deren Ausstattung und das Fitmachen.“ Sein weiteres Augenmerk will er auf die Neuordnung des Haushaltes legen. Auch Jan Wendorf dankt seinen Unterstützern für deren Einsatz in den vergangenen Wochen, aber auch den Bürgern für ihre Teilnahme an der Wahl. „Ich habe in den Gesprächen vor der Wahl nicht nur viele Leute kennengelernt, sondern auch viel dazugelernt. Ich bin aus der Blase der Verwaltung rausgekommen. Ich denke, wenn man Bürgermeister sein möchte, muss man einer für die Menschen sein.“

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