Gesundheitsregion Diepholz/Nienburg

Start der Ersthilfe-App „DiNi shockt“

Mayk Viermann am Defibrillator des ASB in Rehburg – er hat am eigenen Leib erlebt, wie wichtig schnelle Hilfe bei Herzversagen ist.
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Mayk Viermann am Defibrillator des ASB in Rehburg – er hat am eigenen Leib erlebt, wie wichtig schnelle Hilfe bei Herzversagen ist.

Plötzlicher Herztod? Das kann jedem jederzeit passieren. Bei Herzstillstand ist schnelle Hilfe gefragt. Die neue App „DiNi schockt“ soll helfen. In den Landkreisen Diepholz und Nienburg ist sie ab sofort online und soll unterstützen, um schneller, besser und sicherer Leben retten zu können.

Landkreise Diepholz/Nienburg – Mayk Viermann feiert am 27. Oktober seinen fünften Geburtstag. Vor fünf Jahren war er auf dem Weg nachhause, als er deutliche Anzeichen für einen Herzinfarkt spürte. „Am Ortsausgang von Landesbergen hat der Blitz eingeschlagen“, sagt er und beschreibt diesen Blitz: Von einer Sekunde auf die andere am ganzen Körper klatschnass geschwitzt, eingeschränktes Sehfeld und das Gefühl, mit dem Brustkorb in einem Schraubstock zu stecken.

Dank schneller Hilfe: Mayk Viermann feiert jedes Jahr zweimal Geburtstag

Viermann wusste, was das bedeutet. Schließlich arbeitet er seit Jahrzehnten ehrenamtlich für den Arbeiter Samariter Bund in Nienburg. Und er wusste auch, dass er schnellstens Hilfe brauchte. Er hatte Glück, schaffte es mit letzter Kraft zur nächsten Rettungswache. Weshalb Mayk Viermann seitdem zweimal im Jahr Geburtstag feiert. In diesem seinen 56. Und seinen fünften.

Auf solches Glück, sagt er, solle sich aber niemand verlassen. Weswegen er einer der ersten war, die die App „DiNi schockt“ heruntergeladen haben.

App informiert Ersthelfer in der Nähe und zeigt Defibrillator-Standorte

Was aber macht die App, was kann sie? Das weiß Nienburgs ASB-Pressesprecherin Anke Diekmann genau, denn sie arbeitet schon einige Zeit daran, dem gemeinsamen Projekt von ASB, DRK und der Gesundheitsregion Diepholz/Nienburg zum Erfolg zu verhelfen. Zunächst hat sie sämtliche bekannten Standorte von Defibrillatoren in der Umgebung gesammelt und die App damit gefüttert.

Außerdem versucht sie, Unternehmen davon zu überzeugen, sich einen oder auch mehrere Defibrillatoren anzuschaffen. Je mehr der lebensrettenden Geräte zur Verfügung stehen, desto größer ist die Chance auf schnelle Hilfe. Die Standorte werden in der App hinterlegt, damit alle, die sie heruntergeladen haben, im Notfall sofort erfahren, wo sich der nächste Defibrillator befindet.

Kostenlose Erste-Hilfe-Kurse bis Jahresende

„Defibrillatoren sind selbsterklärend“, sagt Diekmann. Keiner müsse Angst davor haben. Schritt für Schritt führten sie die Benutzer durch den Lebensrettungs-Prozess.

„DiNi schockt“ sammelt aber auch Ersthelfer. Wer über diese Qualifikation verfügt, kann sich dort registrieren. Erleidet jemand einen Herzinfarkt und ein Ersthelfer ist in der Nähe, so wird er von der App alarmiert. Um Leben zu retten.

Wer noch kein Ersthelfer ist, kann es mit dem Start von „DiNi schockt“ werden, denn ASB, DRK und Gesundheitsregion verschenken bis zum Jahresende Erste-Hilfe-Schulungen. Einzige Voraussetzung ist die Zusicherung, sich im Anschluss auf der App zu registrieren.

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