Ausbildung per Smartphone erleben

Sparkasse bietet erstmals Whatsapp-Praktikum an

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Jan-Niklas Müller (links) und Adrian Michalik haben sich am Donnerstag gegenseitig fotografiert und ihre Erlebnisse per Whatsapp mit ihren „Praktikanten“ geteilt.

Nienburg - Von Johanna Müller. Einen Tag lang die Auszubildenden der Sparkasse begleiten, erfahren, was zu ihren Aufgaben gehört und Fragen dazu stellen – dieses Angebot haben am Donnerstag junge Nienburger in Anspruch genommen. Und das ganz bequem von unterwegs oder dem eigenen Sofa aus.

Denn erstmals hat die Sparkasse Nienburg ein Praktikum per Whatsapp angeboten. Über den Nachrichtendienst haben die Teilnehmer zwischen 8 und 18.30 Uhr die Azubis digital begleitet. „Wir haben diese Aktion bewusst auf den langen Donnerstag gelegt, damit wir möglichst viel vom Alltag in der Ausbildung zeigen können“, hat Adrian Michalik im Vorfeld gesagt.

Und der Plan ging auf. Gemeinsam mit seinen Kollegen Jan-Niklas Müller, Joel Lietzmann und Leonore Kirchmeier nahm der 19-Jährige die „Praktikanten“ mit auf einer Tour durch die Ausbildungs-Stationen. „An einem üblichen Praktikumstag kann man gar nicht erfahren, wie vielfältig die Ausbildung bei der Sparkasse ist. So war das aber möglich“, erklärt Michalik.

Der Tag startete am Schalter. Auszubildender Jan-Niklas Müller nahm um 9 Uhr einen Scheck entgegen und löste diesen für eine Kundin ein. Adrian Michalik saß da schon im Kundenservice-Center und kümmerte sich telefonisch um die Anliegen der Kunden.

Fragen im Chat

Um 10 Uhr hatte Joel Lietzmann sein erstes Kundengespräch. Mit der Nachricht darüber erfuhren die „Praktikanten“, dass sich die Azubis um die Beratung der Berufseinsteiger kümmern. Kurz darauf gab es auch schon die erste Frage, die die Azubis über die sogenannte Broadcast-Liste – also den Whatsapp-Chat – beantworteten. Es ging um die schulische Ausbildung. Im ersten Lehrjahr sind die jungen Sparkassenangestellten zwei Tage pro Woche in der Berufsschule, später dann nur noch einen Tag. Kurz vor der Mittagspause zeigte sich dann, dass es bei der Ausbildung nicht nur ums Geld geht. Leonore Kirchmeier ließ sich über die Schulter blicken, während sie einen neuen Flyer gestaltete. Die 19-Jährige ist momentan in der Marketingabteilung tätig.

Eine wichtige Frage erreichte die vier Azubis dann: Es ging ums Geld. Die Teilnehmer wollten wissen, wie viel denn ein Auszubildender verdient. Die Antwort: bis zu 1100 Euro im dritten Lehrjahr. „Diese Frage kommt auch bei Berufsmessen und anderen Veranstaltungen oft als erste“, weiß Saskia Mennecke, die die Azubis im Alter von 18 bis 22 Jahren bei der Planung unterstützte.

Auch die Mittagspause gehört zu einem Ausbildungs-Alltag dazu. Bei einem Stück Pizza beantworteten die vier „Praktikumsbetreuer“ weitere Fragen ihrer Schützlinge. „Mit einigen haben wir den ganzen Tag über parallel zu der Broadcast-Liste geschrieben“, sagt Michalik. So konnten ganz individuelle Fragestellungen geklärt werden. Tauchte ein Thema öfter auf, wurde es für alle einmal erklärt.

Und das kam gut bei den Teilnehmern an. „Die Rückmeldungen waren gut. Besonders die Teilnehmer, die momentan in einer Findungsphase sind, waren gerne dabei“, sagt Müller am Freitag. Während des Praktikums kamen sogar noch Anmeldungen hinzu. Das Angebot hatte sich wohl rumgesprochen.

Sparkassen Azubis empfehlen Aktion 

Daher würden die Auszubildenden im zweiten Lehrjahr ein solches Projekt auch späteren Jahrgängen oder sogar anderen Betrieben empfehlen. „Es sollten aber Berufe sein, die ebenfalls vielfältig und abwechslungsreich sind“, findet Michalik. Ansonsten könnte der Chatverlauf recht eintönig sein.

Am Ende des Arbeitstages zeigte sich, dass es auch nach der Schließung der Geschäftsstellen noch Aufgaben für die Mitarbeiter gibt. Geld wurde gezählt und der Arbeitsplatz aufgeräumt und auch die Mülleimer wurden ausgeleert. Damit alles für den nächsten Tag wieder bereitsteht.

Durch die Aktion hofft die Nienburger Sparkasse nun noch einige Bewerbungen für das kommede Jahr zu erhalten. „Das hat alles wunderbar geklappt, nun ist noch interessant, ob wir ein paar Bewerbungen erhalten“, sagt Mennecke.

Interessierte sollten sich zeitnah bewerben, empfehlen die Mitarbeiter. Dies geht auch online. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Homepage www.sparkasse-nienburg.de/karriere.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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