Verlängerte Saison abgeschlossen

Nienburger Spargel-Erzeuger zufrieden

Fritz Bormann (v.l.), Hendrik Wünderlich, Spargelkönigin Leonie Ritz mit Herbert und Marianne Schriever feiern den Abschluss der Spargelsaison.
+
Ein Glas auf die Ernte: Fritz Bormann (v.l.), Hendrik Wünderlich, Spargelkönigin Leonie Ritz mit Herbert und Marianne Schriever bei der Saison-Abschlussfeier.

Landkreis – Es ist geschafft: Die Spargelbauern im Landkreis haben ein weiteres, Corona-geprägtes Jahr hinter sich gelassen. Trotz der Umstände ist Herbert Schriever von der Arbeitsgemeinschaft Nienburger Spargel zufrieden mit der Saison: „Im privaten Bereich war es sehr stark“, sagt er. „Die Leute haben sich zu Hause etwas gegönnt.“

2021 wurde das Königsgemüse nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft kreisweit von 35 Betrieben angebaut, und zwar auf rund 1000 Hektar Fläche. „Die Betriebe sind weniger geworden, aber die Flächen größer“, sagt Schriever. Von einer „geteilten Saison“ sprach Hendrik Wünderlich, Bereichsleiter „Nienburger Spargel“ bei der Raiffeisen-Waren-Genossenschaft (RWG) Niedersachsen-Mitte im Rahmen der Abschlussfeierlichkeiten zum Saisonende im Hotel „Zur Krone“. Wünderlich zufolge habe es zwischen der zweiten Aprilwoche und damit zu den Oster-Feiertagen kaum Spargel gegeben. Viel Regen und niedrige Temperaturen sorgten bis Pfingsten für knappe Ware. Danach sei ausreichend Nienburger Spargel verfügbar gewesen, berichtet Wünderlich.

Damit liegt die Region voll im Landestrend: Aufgrund der kühlen Witterung, insbesondere wegen der tiefen Nachttemperaturen bis in den Mai, startete diese Saison viel später als in den vergangenen drei Jahren, meldete jetzt die zuständige Landwirtschaftskammer Oldenburg.

Direktvermarktung wichtigster Absatzweg

Aufgrund der Corona-Pandemie verkauften die Erzeuger im Landkreis den Löwenanteil ihrer Ware über die Direktvermarktung. Diese Schiene sei bereits 2020 „sehr erfolgreich“ gewesen, so die Arbeitsgemeinschaft: Aufgrund des Lockdowns sei das Gemüse vor allem in Privathaushalten verzehrt worden, das bescherte laut Schriever Einzel- und Großhandel gute Umsätze. „Noch bis Sonntag haben wir auch die Gastronomie beliefert“, sagt Schriever.

Die Qualität der Stangen war den Angaben zufolge durch den langsamen Wuchs zu Saisonbeginn gut. „Die Preise waren in diesem Jahr noch etwas höher als 2020“, so Schriever. Die Ursache sieht der Verband in den hohen Corona-Kosten für Unterbringung und Testung der Mitarbeiter. Im Schnitt bezahlten die Kunden für Spargel erster Sorte 13 bis 14 Euro pro Kilo, so Schriever. Die zweite Sorte sei für sieben bis neun Euro je Kilo auf dem Markt gewesen.

Spargelfelder in der Ruhephase

Nun gehen die Felder in eine Ruhephase über. „Die Spargelpflanzen müssen sich erholen“ erläutert Schriever. Steche man zu lange, mache sich das an schlechterer Qualität des Gemüses im Folgejahr bemerkbar. Die Areale bräuchten derzeit Dünger und reichlich Wasser. Die Landwirte lassen die Triebe frei wachsen. „Es bilden sich in den nächsten drei Monaten etwa zwei Meter hohe, grüne und buschige Pflanzen, die mit Hilfe des Sonnenlichtes Energiereserven bilden. Diese werden in die Speicherwurzeln eingelagert und sichern so die Kraft der Spargelpflanze für die nächste Saison“, so die Landwirtschaftskammer.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Vermisste Person: Polizei sucht 87-jährige Elsbeth König aus Nienburg

Vermisste Person: Polizei sucht 87-jährige Elsbeth König aus Nienburg

Vermisste Person: Polizei sucht 87-jährige Elsbeth König aus Nienburg
Sechs wollen Bürgermeister werden

Sechs wollen Bürgermeister werden

Sechs wollen Bürgermeister werden
Corona im Landkreis Nienburg: Ab heute gelten strengere Regeln

Corona im Landkreis Nienburg: Ab heute gelten strengere Regeln

Corona im Landkreis Nienburg: Ab heute gelten strengere Regeln
„Eine Chance, gehört zu werden“

„Eine Chance, gehört zu werden“

„Eine Chance, gehört zu werden“

Kommentare