Sozialfonds der Stadt Rehburg-Loccum hilft Kindern

Unterstützung für die Kleinen

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Eine Stadt packt zusammen für die Kleinsten an: Rehburg-Loccumer spenden mit dem Sozialfonds für Kinder für die jüngsten Einwohner.

Rehburg-Loccum - Von Vivian Krause. Nicht alle Kinder können Schwimmen, nicht alle Kinder können auf Klassenfahrten und nicht alle Kinder können ein Instrument spielen – weil die finanziellen Mittel in den Familien fehlen. In Rehburg-Loccum wird diesen Kindern durch den Sozialfonds der Stadt unter die Arme gegriffen.

Die Stadt selbst wirft seit sieben Jahren jährlich 3000 Euro in den Topf, weitere Gelder kämen durch Spenden zusammen. Diese Summe wird an die Fördervereine, also sieben Einrichtungen – darunter fünf städtische Kindertagesstätten und zwei Schulen – verteilt. Das Geld wird auf Abruf ausgeben, es solle nicht angespart werden, erklärt Birgit Völlers vom Bereich Kinder, Jugend, Soziales und Sport der Stadt Rehburg-Loccum.

Es gibt regelmäßige Einzahlungen, aber auch große einmalige Beträge von Privatleuten. Auch Kollekten von Kirchen erreichen die Stadt. „Es ist jetzt auch in der Bevölkerung angekommen“, freut sich Völlers.

Profitieren von diesem Geld würden nur die Kinder, nicht deren Eltern. Diese stehen häufig schon zu Schuljahresbeginn vor einem Problem: Hefte, Blöcke, Stifte, teure Übungsbücher sowie Turnschuhe sind anzuschaffen. Das Ziel des Fonds: Familien von Kindern in schwierigen Lebenssituationen möglichst unbürokratisch helfen.

Und das funktioniert. Ein Kind war von außerhalb zugezogen und im Schulstoff nicht an derselben Stelle, wie die Klassenkameraden. Somit wurde diesem ein Paket Bücher übergeben, um aufschließen zu können, beschreibt Völlers.

Die Stadt lege Wert auf die soziale Integration aller Kinder. Besondere Momente erlebe sie, wenn die Spendenempfänger ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen und teilweise mit Tränen in den Augen erklären, warum sie die Hilfe derzeitig benötigen. Denn, der Fonds ist keine Dauerförderung, es wird immer Einzelfallbezogen entschieden. Wenn keine staatlichen oder anderweitigen Unterstützungen mehr greifen, „kommt der Rehburg-Loccum-Fonds dazu“, so Völlers.

Auch die Schulranzen-Aktion, die es seit drei Jahren gibt, findet Anklang. In den Kindertagesstätten werden Gutscheine im Wert von 100 Euro an Familien, die Unterstützung brauchen, ausgegeben. Dies würde direkt von den Kindergärtnern kommuniziert. „Die halten vorher Rücksprache mit den Eltern“, so Völlers. Nicht nur der Gutschein kann eingelöst werden, auch vom Rabatt profitieren die Kleinen. „Für einen guten Ranzen muss man schon 150 bis 200 Euro zahlen“, stellt Völlers fest.

Aber auch in anderen Bereichen bietet die Stadt Rehburg-Loccum Hilfe an. So können Kurse für die frühkindliche Entwicklung von Babys bezuschusst werden. „Da muss man schon anfangen, ganz vorne“, so Völlers.

Der nächste Schritt: Ein Schwimmkurs. Den Anreiz dazu gaben Flüchtlingskindern, aber auch andere Rehburg-Loccumer sind dabei herzlich willkommen.

Jede Spende ist wichtig. Vom Geld würden auch keine Verwaltungskosten abgezogen, es geht zu 100 Prozent in das Projekt, wird direkt vor Ort benötigt und eingesetzt. „Das ist vielen wichtig.“ Vor Ort heißt, jedes Kind, das in Bad Rehburg, Loccum, Münchehagen, Rehburg oder Winzlar wohnt, kann in persönlichen Notlagen finanzielle Unterstützung bekommen. Insgesamt „alle, die meinen, es ist eng“, schließt Völlers.

Eltern, die Unterstützung haben möchten, können sich an Birgit Völlers unter Telefon 05037/970142 oder Dr. Ute Grolms unter Telefon 05037/970136 wenden.

Spenden können alle, mit dem Verwendungszweck „Sozialfonds für Kinder“ auf das folgende Konto: SPK Nienburg, IBAN: DE62 2565 0106 0000 2650 17, BIC: NOLADE21NIB.

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