Aktion „Helfende Hände“: Clausewitz-Kaserne unterstützt zwei Pflegeheime

Soldaten testen Pfleger

  • Soldaten der Clausewitz-Kaserne helfen bei Corona-Tests für Pflegeheim-Personal in Stolzenau und Landesbergen
Drei Wochen dauert die Aktion „Helfende Hände“: Dabei unterstützen Soldaten der Nienburger Clausewitz-Kaserne zwei Pflegeeinrichtungen in Stolzenau und Landesbergen bei Schnelltests für das Personal.
  • Aktion „Helfende Hände“ dauert drei Wochen
  • Soldaten entlasten Personal des Pflegeheims Doreafamilie in Stolzenau
  • Schnelltests für mehr Sicherheit von Mitarbeitern und Bewohnern

Stolzenau – Amtshilfe für das Pflegeheim Doreafamilie in Stolzenau: Soldaten des EloKa-Bataillons 912 unterstützen bei Corona-Schnelltests das Pflegepersonal. Der Name der Aktion: „Helfende Hände“. Die Einrichtungsleiterin Sandra Büsching bestätigte dies am Mittwoch auf Nachfrage.

Sie habe beim Landkreis Nienburg vergangenen Montag Unterstützung beantragt, die nötigen Papiere ausgefüllt und bereits wenige Tage später eine Zusage bekommen, freut sich Büsching. Nun sind zunächst drei Wochen lang vier Soldaten in Zweier-Teams vor Ort, um die PCR-Tests zu machen und so die weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. „Das geht wirklich reibungslos, wie ‚Gewehr bei Fuß‘,“ scherzt die 43-Jährige.

Wie die Pressestelle des Bataillons Elektronische Kampfführung 912 (kurz: EloKa-Bataillon 912) aus der Clausewitz-Kaserne in Nienburg-Langendamm berichtet, sind seit vergangenen Montag vier Soldaten im Zwei-Mann-Rhythmus im Einsatz. Sie testen die ebenfalls in Schichten eingeteilten Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung. „15 lange Minuten – vom Abstrich bis zur Auswertung – dauert es, bis ein Ergebnis feststeht“, heißt es weiter. Bei einem positiven PCR-Test dürfen sich Pflegekräfte, Küchenpersonal oder Verwaltungsangestellte den Bewohnern nicht nähern, sondern müssen sofort in die häusliche Quarantäne. „Bis das Testergebnis negativ ist, ist die Stimmung schon ein wenig gedämpft“, berichtet die 43-Jährige.

Unabhängig davon wisse man in Stolzenau aber die Hilfe der Soldaten zu schätzen. „Wir finden es super, dass uns die Soldaten unterstützen und entlasten. Denn das tägliche Testen frisst Zeit und bindet Personal, was uns am Ende in der Betreuung unserer Bewohner fehlen würde“, betont Büsching. Mit dabei ist auch ein Oberstabsfeldwebel, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Normalerweise ist er in der Ausbildungskompanie des EloKa-Bataillon 912 tätig und bringt dort Rekruten das militärische Handwerkszeug bei. „Wir machen das hier mit Freude“, betont er und lächelt hinter Mundschutz und Visier. Er ergänzt: „Es gibt diesen alten Spruch von John F. Kennedy: ,Frag nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst‘; wie bei den Hochwasserhilfen ist jetzt eine Situation, in denen wir als Soldaten Hilfe im Inland leisten können!“

Helfen war für die Soldaten Ehrensache

Das sieht auch der Kommandeur des EloKa-Bataillons 912 so, Oberstleutnant Sascha Mies. Allerdings bedeutet die Aktion für seinen Verband einen personellen Engpass: „Das Bataillon ist mit einer Kompanie im Prinzip ständig im Ausland unterwegs – an Land und auf See.“

Die von Nienburger Soldaten eingesetzten Aufklärungssysteme sorgen unter anderem dafür, dass Krisen frühzeitig erkannt werden. Gleichzeitig muss das Personal aus- und fortgebildet werden. Im Rahmen von „Helfende Hände“ unterstützt das Bataillon bereits seit November mit rund einer halben Kompanie die Gesundheitsämter in der Bundeshauptstadt bei der Kontaktnachverfolgung. „Als die Anfrage aus unserer Heimat vom Landkreis Nienburg kam, war für uns klar, dass wir alles tun werden, um hier zu helfen“ betont Mies.

Der Verband mobilisierte mehrere Soldaten, dessen Kompanien seit der Gründung enge Patenschaften mit einigen der umliegenden Gemeinden pflegen. Neben Stolzenau helfen Soldaten des EloKaBtl 912 derzeit auch in einer Einrichtung im weiter nördlich gelegenen Landesbergen beim Testen.

Rubriklistenbild: © DPA

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