Selbsthilfegruppen laden zum Info-Tag in die Nienburger Klinik ein

Schlafapnoe-Syndrom: Die Gefahren lauern in der Nacht

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Um Atemstillstände beim Schlafen und entsprechende Therapiemasken geht es am Sonntag in Nienburg.

Nienburg - Ein „schlafmedizinischer Informationstag“ des Selbsthilfevereins Nienburg für das Schlafapnoe-Syndrom (Atemstillstände beim Schlafen) ist für Sonntag, 8. November, geplant.

Mit dem Landesverband der Schlafapnoe-Selbsthilfegruppen geht diese Veranstaltung von 10 bis 15 Uhr in den Helios-Mittelweser-Kliniken an der Ziegelkampstraße 39 in Nienburg über die Bühne. Im Mittelpunkt der Tagung stehen Neuigkeiten aus der Schlafmedizin. Denn ein unbehandeltes Schlafapnoe-Syndrom könne erhebliche Auswirkungen auf den Gesundheitszustand von Menschen haben. Durch die nächtlichen Atem-Aussetzer entsteht eine Unterversorgung des Blutes mit Sauerstoff. Durch die nächtlichen Atem-Pausen in Verbindung mit der regelmäßigen Sauerstoff-Unterversorgung können ein Herzinfarkt, Kreislaufprobleme, Diabetes und Schlaganfall entstehen. Außerdem erhöht ein unbehandeltes Schlafapnoe-Syndrom das Risiko eines plötzlichen Herztodes.

Die Eröffnung des Tages erfolgt um 9.45 Uhr durch den Vorsitzenden des Schlafapnoe-Landesverbandes, Reinhard Wagner. Außerdem erwarten die Organisatoren Grußworte des CDU-Bundestagsabgeordneten Maik Beermann und des stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt Nienburg, Rolf Warnecke.

Den Auftakt des Tagungsprogramms bildet ein Vortrag eines Mediziners vom Herzzentrum Bad Oeynhausen zum Thema: „Wenn das Herz aus dem Takt gerät“. Der Referent wird in seinen Ausführungen auf die Thematik „Auswirkungen von Schlafapnoe auf Diabetes, Bluthochdruck und Herzleistungsschwäche“ eingehen. Im Anschluss an das Referat besteht die Möglichkeit zum Gedankenaustausch mit dem erfahrenen Kardiologen.

Außerdem steht um 11.30 Uhr ein Vortrag des Hals-, Nasen- und Ohrenarztes sowie Schlafmediziners Dr. Andreas Möller auf dem Programm. Das Vortragsthema in diesem Referat lautet: „Schlafen Frauen anders als Männer? Schlafapnoe bei Frauen“. In seinen Ausführungen will der Schlafmediziner aufzeigen, dass auch Frauen an Schlafapnoe erkranken können. Im Anschluss an das Referat gibt es Zeit für Gespräche und Diskussionen.

Um 14 Uhr beginnt ein weiterer Vortrag des Referenten Herbert Eckhoff (Wilhelmshaven) zum Thema: „Sekundenschlaf“, der häufig bei einem unbehandelten Schlafapnoe-Syndrom beispielsweise beim Führen von Kraftfahrzeugen bestehe und nicht selten zu schweren Unfällen im Straßenverkehr führe.

Parallel zu den Vorträgen werden die neuesten Schlafapnoe-Therapiemasken und -geräte vorgestellt. Mit je einem Info-Stand sind der Selbsthilfeverein Nienburg für das Schlafapnoe-Syndrom und der Landesverband bei diesem schlafmedizinischen Info-Tag vertreten. Erhältlich ist dann auch die Broschüre „Der Schlafapnoe-Patient im Krankenhaus“.

Alle Betroffenen sind willkommen, so Bernd Andermann, der unter Telefon 05024/1645 (nach 19 Uhr) eventuelle Fragen beantwortet.

msa

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