Eon wählt Landkreis als Pilotregion für Prepayment-System

„Weihnachtsfrieden“ für Kunden mit Zahlproblemen

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Große Gesprächsrunde mit der Eon in der Herberge zur Heimat (v. l.):: Wolfgang Kopf vom Arbeitskreis, Sandra Turner (Eon), Christian Hittmeyer (Landkreis Nienburg), Hans-Heinrich Strathmann (Jobcenter), Wolfgang Lippel (Arbeitskreis), Hermann Krogemann (Jobcenter), Anke Keimer (Arbeitskreis), Marc Borchardt (Eon) und Matthias Mente (Arbeitskreis).

Nienburg. Schöne Weihnachten für Kunden, die Zahlungsschwierigkeiten haben. Eon hat den Landkreis Nienburg als Pilotregion für das Prepayment-System ausgewählt.

Bisher gab es für Behördenvertreter und den Arbeitskreis „Stoppt Energiesperren“ nur unbefriedigende Kontakte zur Eon, die im Landkreis Nienburg Grundversorger für Strom ist. Der nur telefonischer Kontakt zum Eon-Callcenter reichte oftmals nicht aus, wenn es um Menschen in Not ging, teilt die Gruppe mit. Die Aktiven im Landkreis Nienburg nahmen insofern anerkennend zur Kenntnis, dass Eon mit ihrem „Zahlhilfe-Programm“ neue Hilfen für Kunden mit Zahlschwierigkeiten anbietet.

„Die Erreichbarkeit der Eon hat sich zudem durch die Hotline für Behörden und Beratungsstellen deutlich verbessert,“ erklärten der Teamleiter „Leistung“ vom Jobcenter im Landkreis Nienburg, Hans-Heinrich Strathmann, und der Leiter des Fachdienstes „Sozialhilfe“ vom Landkreis Nienburg, Christian Hittmeyer, während eines Gesprächs in der Herberge zur Heimat.

Dorthin hatte der Arbeitskreis „Stoppt Energiesperren“ Sandra Turner, die für das Zahlhilfe-Programm verantwortlich zeichnet und Marc Borchardt, der mit der Entwicklung von Prepayment-Systemen befasst ist, eingeladen. „Wir freuen uns sehr, dass Sie so kurzfristig den weiten Weg von der Eon-Zentrale in München in den Landkreis Nienburg gefunden haben“, begrüßte Matthias Mente von der Beratungsstelle WohnWege die beiden Gäste.

Als einen ersten Schritt in die richtige Richtung wertete Wolfgang Kopf vom Arbeitskreis „Stoppt Energiesperren“ den jährlichen Eon „Weihnachtsfrieden“. Danach werden im Dezember keine Sperrankündigungen verschickt und nach dem 16. Dezember keine Stromsperrungen mehr vorgenommen.

Um den Haushalten im Landkreis Nienburg helfen zu können, die schon mal von Stromabschaltungen betroffen waren, denkt der Arbeitskreis „Stoppt Energiesperren“ über ein Prepayment-System nach. Marc Borchardt von der Eon-Zentrale stellte den Entwicklungsstand dieses Systems vor. Danach soll die Vorabzahlung auf den eigenen Stromzähler per Geldaufladung auf einem Smartphone getestet werde. In Höhe der aufgezahlten Summe kann der Kunde dann auch bei Stromsperren über Strom verfügen. Die Eon kündigte für 2017 ein Pilotprojekt des Systems im Landkreis Nienburg an.

Als Anerkennung ihres Engagements für sozial und wirtschaftlich Benachteiligte nahmen die Nienburger dies erfreut zur Kenntnis. Rund 25 Haushalte können im nächsten Jahr an der Testphase des Prepayment-Systems teilnehmen und sich ab dem 29. Dezember an die Beratungsstelle WohnWege unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/6000 403 wenden. Auch der Paritätische Nienburg und das Diakonische Werk Nienburg unterstützen das Pilotprojekt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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