Jugendliche haben beim Kreiswettbewerb in Landesbergen die Nase vorn

Schnell und sportlich: Team Stolzenau siegt

Jede Sekunde zählt: Die jungen Feuerwehrleute mussten beim Kreiswettbewerb zeigen, was sie können. - Fotos: Feuerwehr

Landesbergen - Innerhalb von sieben Minuten einen Löschangriff vorbereiten. Das heißt: eine Saugleitung verlegen von einem gedachten, offenen Gewässer bis zu einer Pumpe, von dort aus über einen fingierten Wassergraben, dort den großen Schlauch in drei kleine Schläuche aufteilen und diese über verschiedene Hindernisse wie Leiterwand-Hürde und Kriechtunnel verlegen.

Vierter Platz und richtig stolz: Das Team aus Hilgermissen nimmt einen Pokal mit nach Hause.

So lautete die Aufgabenstellung, der sich am vergangenen Sonntag 49 Jugendfeuerwehrgruppen beim Kreiswettbewerb in Landesbergen stellen mussten. Am Ende war es das Team aus Stolzenau, das sich den ersten Platz mit deutlichem Punkteabstand (1402) vor dem zweitplatzierten Wenden (1386) sicherte. Der Wettbewerb bestand aus zwei Teilen: Der erste Teil wird als A-Teil bezeichnet. Dabei müssen die Jugendfeuerwehrmitglieder als Gruppe zu jeweils neun Mitgliedern, einen Löschangriff, wie eben geschildert, vorführen.

Am Ende der Wettbewerbsbahn müssen vier Mitglieder der Gruppe, auf Anweisung des Gruppenführers, Knoten und Stiche an einem Holzgestell anlegen. Dieser A-Teil sollte möglichst ohne Fehler und innerhalb von sieben Minuten absolviert werden, damit man eine gute Ausgangslage für die Platzierungen hat, schreibt die Feuerwehr in ihrem Wettbewerbsbericht.

Der B-Teil fordert mehr die Sportlichkeit der Teilnehmer. Über eine Strecke von 400 Metern sind Hindernisse und Aufgaben platziert, die die neun Gruppenmitglieder als Staffellauf ableisten müssen. Vom schnellen Aufrollen eines Schlauches bis hin zum Werfen eines Leinenbeutels durch zwei Stangen, gilt es, die Strecke schnellstmöglich hinter sich zu bringen.

Die Zeitvorgabe richtet sich dabei nach dem Durchschnittsalter der Gruppe. Während des gesamten Wettbewerbes feuerten zahlreiche Gäste und Fans die Gruppen an. So manches Mal musste auch mal getröstet werden, wenn eine Aufgabe nicht so verlief wie geplant, schreibt die Feuerwehr.

Die Jugendfeuerwehr aus Stolzenau freut sich über ihren ersten Platz.

Am Nachmittag wurde es dann für alle Teilnehmer spannend – die Siegerehrung begann. Bevor jedoch die Platzierungen bekannt gegeben wurden, dankte Kreisjugendfeuerwehrwart Mario Hotze der Ortsfeuerwehr Landesbergen für die Ausrichtung der Wettbewerbe. Diese fanden anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Landesbergen statt. Dank sprach Hotze aber auch den Wertungsrichtern aus den Landkreisen Schaumburg und Diepholz aus. „Auch wenn das Wetter heute nicht so mitgespielt hat, habt Ihr sehr gute Leistungen gezeigt!“, resümierte der Kreisjugendfeuerwehrwart. Landrat Detlev Kohlmeier, der die Grüße des Landkreises überbrachte, dankte den Jugendlichen für deren Leistung.

Auch Samtgemeindebürgermeister Bernd Müller lobte das Engagement der Jugendlichen. Katja Keul, Mitglied des Deutschen Bundestages, unterstrich in Ihrem Grußwort, dass die Arbeit in den Jugendfeuerwehren wichtig für die Demokratie in der Bundesrepublik ist.

Die Grüße der Kreisfeuerwehr überbrachte Kreisbrandmeister Bernd Fischer. In seinem gewohnt kurzen Grußwort versprach dieser den Plätzen eins bis drei 100 Euro für die Kameradschaftskasse.

Die besten zehn

1. Platz: Stolzenau; 2. Platz: Wenden; 3. Platz: Essern-Nordel-Steinb.1; 4. Platz: Hilgermissen; 5. Platz: Nienburg/Weser; 6. Platz: Steyerberg; 7. Platz: Nendorf 1; 8. Platz: Rodewald; 9. Platz: Leeseringen und 10. Platz: Landesbergen.

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