Schloss-Modell im Rathaus Nienburg zu sehen

Ein Blick in die Vergangenheit

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Die Spender des Modells Wolf-Rüdiger Koch (2.v.l.) und seine Frau Gabriele mit (v.l.) Nachtwächter Hannes Negenborch, Modellbauer Wolfgang Maaß und Hinrich Rübenack.

Nienburg - Viel zu sehen vom namensgebenden Schloss ist auf dem Nienburger Schlossplatz nicht mehr. Das imposante Gebäude verschwand nach dem 30-jährigen Krieg, übrig blieb nur der Stockturm. Damit sich die Nienburger und die Besucher der Stadt aber vorstellen können, wie es auf dem großen Platz mal ausgesehen hat, steht nun im Vestibül des Nienburger Rathauses ein Modell des Schlosses.

Das Ehepaar Wolf-Rüdiger und Gabriele Koch machte es der Stadt zum Geschenk und enthüllte es in einer kleinen Feierstunde. Mit dabei war auch Wolfgang Maaß, der das Modell gebaut hat. Vor etwa drei Jahren hatten die beiden Männer – mit Unterstützung des Bau-Archäologen Thomas Seggermann und Hinrich Rübenack, ehemaliger Präsident der Historischen Gesellschaft zu Nienburg – mit ihrer Arbeit begonnen. „Wir wollten kein Neuschwanstein, sondern etwas Solides“, erklärte Koch. Das Modell sei zu 85 Prozent authentisch geworden, habe ihnen Seggermann gesagt, der bei den Recherchen zu Aussehen und Größe des Schlosses geholfen habe. So, wie es im Vestibül des Rathauses steht, hat das Nienburger Schloss in den 1630er-Jahren ausgesehen. Abgebrochen wurde es um das Jahr 1680.

Wem beim Betrachten des Modells der Stockturm sehr groß vorkommt, der hat damit Recht. Etwa 50 Prozent höher als heute sei der Turm damals gewesen, erzählte Hinrich Rübenack. Er vermutete, dass der schöne auffällige Turm mit den Details der Weserrenaissance ein einfaches Ziel für die feindlichen Truppen im 30-jährigen Krieg geboten habe.

Bürgermeister Henning Onkes freute sich über das Geschenk an die Stadt. Er betonte den Wert für Besucher. „Und für das Thema Identitätsbildung ist dieses Modell auch wichtig“, sagte Onkes. Das Schloss-Modell ist zu den Öffnungszeiten im Vestibül des Rathauses zu sehen.

ike

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