Samtgemeindebürgermeister-Kandidat absolviert letzten Info-Abend vor der Wahl

Fritz Jansen: „Bin nicht dritte Wahl“

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Fritz Jansen – konzentriert in Balge.

Balge - Von Kurt Henschel. Bei Spargel oder Pilzen gibt es Qualitäts-Kategorien – aber auch bei Menschen? Fritz Jansen, der von den politischen Fraktionen in der Samtgemeinde Marklohe aufs Schild gehobene Kandidat für das Amt des Verwaltungs-Chefs, hat am Dienstabend im „Gasthaus Haß“ in Balge seinen letzten Info-Abend vor der Wahl am Sonntag, 6. März, hinter sich gebracht – souverän und routiniert, basierend auf seiner Erfahrung und seiner Weitsicht.

Jansen, erneut ohne Moderator, sah sich während der Fragen der nur noch knapp 100 Zuhörer mit der Frage konfrontiert, ob er nicht etwa „dritte Wahl“ im Rennen um den Chef-Sessel sei. Bei der Wahl von Volker Friemelt habe er keine Kandidaten-Rolle gespielt, unter den zehn Bewerbern, die zuletzt allesamt durchgefallen waren, sei er ebenfalls nicht vertreten gewesen, aber jetzt sehr wohl. „Als alle nicht geeignet erschienen, bist Du ins Spiel gekommen“, erklärte der Fragende.

Fritz Jansen konterte und antwortete: „Ich bin nicht dritte Wahl – ich habe bewiesen, dass ich es kann“, so der 62-Jährige. Das alles sei auch positiv zu bewerten, erklärte ein weiterer Zuhörer: „Die Politik hat irgendwann erkannt, dass Fritz Jansen erste Wahl ist.“

Jansen hatte anfangs erklärt, sich „ohne Moderator im Dialog auf Augenhöhe mit den Bürgern“ wohlzufühlen. Er dankte allen bisherigen Unterstützern, trug nochmals seinen Lebenslauf, seine bisherigen Arbeits-Schwerpunkte sowie seine Ziele vor. Er betonte dabei immer wieder seine berufliche Erfahrung in der Verwaltung und auch in den Räten, ferner seine Weitsicht. Die habe ihn stets ausgezeichnet, weshalb er auch jetzt schon für diverse Projekte entsprechende Töpfe für Fördergelder angezapft und Anträge eingereicht habe.

Im weiteren Verlauf zählte er alle Errungenschaften der Samtgemeinde Marklohe, an denen er stets beteiligt gewesen sei, auf. Und danach das, was alles noch geschehen soll: Dorferneuerung Balge, deren Pläne es umzusetzen gelte, Verbesserung öffentlicher Einrichtungen, Gestaltung des Ortskerns von Balge, Verbesserung des Wegenetzes in der Gemeinde mit den sieben Ortsteilen, gegebenenfalls Einstieg in die Flurbereinigung, die „ganz große Chancen“ biete, Sportentwicklung, Breitbandversorgung (Jansen: „Im Förderprogramm sind wir ganz vorne dabei“), Freibäder, die Ansiedlung weiterer Gewerbebetriebe, das Schaffen weiterer Synergien mit Liebenau und Steyerberg, Verbesserung der Mobilität, die Prüfung der Möglichkeiten zum Bau eines Kreisels in Lemke, Konsolidierung der Finanzen durch Verringerung der Ausgaben und Steigerung der Einnahmen, Umbau der Verwaltung „für mehr Effektivität“, mehr Bürgernähe durch regelmäßige Versammlungen oder Sprechstunden sowie Aufwertung des Ehrenamts.

Jansen sprach auch darüber, welche Aufgaben einem Samtgemeindebürgermeister zukämen. Es gelte, Vertrauen aufzubauen, zu repräsentieren, zu motivieren, mitzuarbeiten und Image-Verluste durch gute und gemeinsame Arbeit auszugleichen.

Zu den Themen Einheitsgemeinde, Baulücken beziehungsweise Baugebiete sowie „Eifersüchteleien“ zwischen den Mitgliedsgemeinden antwortete Fritz Jansen ebenso im Rahmen seiner aktuellen Möglichkeiten und erhielt immer wieder auch Beifall für seine Aussagen.

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