Saison der Touren Loccum-Volkenroda startet am Sonnabend

Den Anfang und das Ende beim Pilgern erleben

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„Anfang und Ende“ ist der Name der Skulptur, hinter der Nadine Biere hervorlugt. Dort beginnt auch die Pilgertour, zu der sie mit Karin Meinke für den 5. März einlädt.

Loccum - Begleitetes Pilgern als Angebot auf Etappen des Pilgerweges Loccum-Volkenroda soll es auch in diesem Jahr geben. Die Pilger-Saison startet am Sonnabend, 5. März, im Kloster Loccum mit einem Rundkurs.

„Ideal zum Einsteigen ins Pilgern“, sagen Nadine Biere und Karin Meinke über die Tour, zu der sie für Sonnabend einladen. Einsteigen deshalb, weil es eben die erste geführte Tour für Pilger auf dem alten Weg ist, der das Kloster Loccum mit seinem „Mutterkloster“ im thüringischen Volkenroda verbindet.

Auf das Jahr 1163 geht dieser Weg zurück. Seinerzeit machten sich im Zisterzienserkloster Volkenroda zwölf Mönche und ein Abt auf den Weg, um in der Umgebung von Loccum ein neues Kloster zu gründen, wo der Graf von Hallermund dem Orden zu diesem Zweck Land geschenkt hatte. 2005 entdeckte die evangelische Kirche das Pilgern für sich neu und eröffnete auf dieser Strecke ihren ersten Pilgerweg.

Die erste Tour des Jahres ist für die beiden Pilgerweg-Begleiterinnen aber auch ein guter Einstieg, weil sie sie als Rundweg von nur zwölf Kilometern Länge anbieten. Eigentlich führt die erste Etappe des Weges über 20 Kilometer bis nach Stadthagen. Etwas kürzer nach dem Winter, um geübte Pilger wieder einzugewöhnen und solche, die es neu ausprobieren wollen, nicht zu überfordern – mit dieser Idee starten die beiden Frauen in die Saison.

Doch was erwartet diejenigen, die sich ihnen für einen Tag anvertrauen wollen? Bewegung in der Natur gehört selbstverständlich dazu und das ist auch einer der Gründe, weswegen sich Nadine Biere zur Pilgerweg-Begleiterin hat ausbilden lassen. Da Pilgern aber einiges mehr ist als bloßes Wandern, ist auch die geistliche Begleitung ein wichtiger Bestandteil. Ein Lied singen, einen Teil des Weges schweigend zurücklegen und dieses Schweigen bewusst wahrnehmen, eine kurze Andacht irgendwo unter Bäumen und über all dem die Chance, sich innerhalb eines Tages in einer Gruppe näherzukommen auf einem Weg, der einmal auf andere Art erlebt wird – das alles gehört zu den geführten Pilger-Touren.

Dieser Teil der Pilgertouren hat für Nadine Biere den Ausschlag gegeben, die Ausbildung zu machen. Auf etlichen Touren, bei denen sie einfach Teilnehmerin – Pilgerin – war, habe sie erlebt, wie berührt viele Menschen nach solch einer anderen Art der Begegnung mit Kirche seien. Das will sie selbst nun gerne weitergeben.

So ist sie gespannt auf die erste Pilgertour, auf der sie selbst auf dem Weg führt. Im Kloster Loccum zu starten, macht dabei sowohl für sie als auch für Karin Meinke einen besonderen Reiz aus. Weil dort eben sowohl Anfang als auch Ende des gesamten Pilgerweges sind.

„Anfang und Ende“ ist ein Stichwort, bei dem beide Frauen außerdem noch weitere Assoziationen haben. Am Anfang – oder je nach Sichtweise auch Ende – stehen in Loccum und in Volkenroda zwei Teile einer Skulptur mit genau diesem Namen. Genau dort, an dem Loccumer Teil des Denkmals „Anfang und Ende“, beginnt der Weg. Anfang ist es auch, weil sie beide die erste Pilgertour des Jahres anbieten. Darüber bringt sie zum Schmunzeln, dass ihnen auch das Ende vorbehalten ist: Für den 17. Dezember laden sie noch einmal auf den Rundweg vom Loccumer Kloster ein.

Wer sich zu der Pilgertour am 5. März anmelden möchte, kann Nadine Biere unter Telefon 0511/8984300 und Karin Meinke unter Telefon 05022/8910038 erreichen. Die Teilnahme kostet zehn Euro.

ade

Informationen zu weiteren geführten Pilgertouren sind hinterlegt im Internet unter

www.loccum-volkenroda.de

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