Rosengarten und Bewegungspfad offiziell eingeweiht / „Ein kleiner Mosaikstein für Nienburg“

Der Weserwall für Sinne, Körper und Geist

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Landrat Detlev Kohlmeier und Bürgermeister Henning Onkes (v.l.) toben sich an dem Beintrainer aus.

Nienburg - Kleine ganz groß. Pardon, Große ganz klein. In Nienburg gibt es jetzt einen Ort, wo selbst Politiker das Kind in sich wiederentdecken: Der Bewegungspfad am Weserwall. Henning Onkes (Bürgermeister) und Detlev Kohlmeier (Landrat) tobten sich bei der öffentlichen Einweihung bereits an den Geräten aus und hatten sichtlich Spaß. Gut so, denn der Pfad „Bewegung am Weserwall“ soll nicht nur junge Leute, sondern auch die Generation 50 plus ansprechen. „Ältere Menschen wollen nicht nur spazieren gehen, sondern auch durchaus mal spielen“, lächelte Onkes.

An jeder Anlage ist eine Kurzanleitung zur korrekten Verwendung angebracht. Neben einem Beintrainer finden sich dort ein Massagegerät für Hände, Arme und Beine und ein Schultertrainer, der ebenfalls für Rollstuhlfahrer ausgelegt ist. Dies testete einer der Zuschauer, Fred Lindenberg, prompt und fuhr mit seinem Rollstuhl vor das Gerät – funktioniert einwandfrei.

Bereits 15 000 Euro hat die Bürgerstiftung in das Projekt „Bewegung am Weserwall“ gesteckt und weitere Geräte sollen folgen.

Neben der Bewegung wird den Besuchern am Weserwall auch etwas für die Sinne geboten. Der erste Rosengarten im Landkreis wurde ebenfalls in den Wallanlagen eingeweiht.

Der Initiator des Rosengartens ist die Bürgerstiftung im Landkreis Nienburg. Diese haben den Garten knapp ein halbes Jahr geplant und ihn dann sehr schnell umgesetzt, so Hans-Jürgen Meyer, ehemaliger Vorsitzende der Bürgerstiftung, bei der Einweihung des neuen Areals.

Die Pflanzen seien natürlich winterhart und somit auch noch im darauf folgenden Jahr ansehnlich, erklärte Gartenmanagerin Kerstin Nordbrock. Sie hat den Garten angelegt und wird diesen in Zukunft auch pflegen.

Bepflanzen hingegen können in die Bürger selbst, denn die Blumenpracht ist über Spenden finanziert worden. Jeder Interessierte kann für 100 Euro eine Rose kaufen und diese mit einem Schild versehen. Darauf können Namen, Wünsche oder Firmen zu jedem Anlass, wie einer Hochzeit oder Taufe, stehen – ganz individuell. „Manche möchten auch kein Schild, das ist auch kein Problem“, sagte Nordbrock. Der Überschuss fließe in die Bürgerstiftung, so Meyer.

Derzeitig sind 26 Rosenstöcke in dem Bett, bis zu 80 würden dort Platz finden und je nach Ermessen der Stadt noch weitaus mehr, lächelte Meyer.

Der Rosengarten ist laut Hans-Jürgern Meyer nur „ein kleiner Mosaikstein für die Stadt Nienburg“, weitere sollen noch folgen. Besonderen Wert lege die Bürgerstiftung auf Nachhaltigkeit, so sollen nicht nur weitere Rosengärten folgen – beispielsweise in Stolzenau und Uchte – sondern auch durch die Beschilderung eine klare Identifizierung der Bürgerstiftung geschaffen werden.

Der neue Vorsitzende der Bürgerstiftung Frank Lehmeier nimmt die Projekte gerne in die Hand, denn Ideen, die gut angenommen werden, sollen auch in Zukunft weitergeführt werden: „Wir freuen uns auf Rosenliebhaber, die sich auch mit Geld einbringen.“

Die zwei neu eingeweihten Plätze sind ausgewiesen mit einem Schild der Bürgerstiftung. Darauf sind sowohl Informationen zur Stiftung als auch ein QR-Code zu finden, der mit einem Smartphone abfotografiert werden kann. Dann landet man auf der Webseite der Stiftung, so Meyer. Dies soll auch in Zukunft eine Corporate Identity erkennen lassen. Weitere Informationen online.

vik

www.buergerstiftung-nienburg.de

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