Rehburg zeigt zum ersten Mal lebendiges Krippenspiel mit Esel und Ochse

Weihnachten im Stall

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Einen seiner Esel gibt Dirk Ellermann für das Krippenspiel her.

Rehburg - Von Beate Ney-Janßen. Weihnachten im Stall – das wird es in der Kirchengemeinde Rehburg/Bad Rehburg in diesem Jahr zum ersten Mal geben. Zum Krippenspiel lädt Pastor Michael Kalla in die Scheune von Dieter Abelmann ein.

„Soll ich die Wände noch weißen?“ Der Frage von Dieter Abelmann folgt ein vielstimmiges „Nein“. Genauso, wie sie ist, soll die Scheune bleiben. Das alte Backsteinmauerwerk mit all seinen Scharten und dem abgeblätterten Anstrich soll sichtbar sein, wenn dort in der Heidtorstraße 22 in Rehburg am Heiligen Abend um 16 Uhr der Familien-Gottesdienst mit Krippenspiel gefeiert wird. Schließlich geht es darum, das Geheimnis von Weihnachten, die Geburt Christi, an einem Ort zu erleben, der dem Ursprung möglichst nahe kommt. In Bethlehem wird auch niemand den Stall vorher geweißt haben.

Vor zwei Jahren, erzählt Abelmann, hatte er noch Schweine in diesem Stall. Möglichst ursprünglich soll der Gottesdienst zwar werden – aber dass der Geruch jener Tiere abgezogen ist, finden doch alle gut.

Ein anderer Duft soll aber wieder Einzug halten: der von Heu und Stroh. Die Krippe mit Heu gefüllt – das muss natürlich so sein. Den Boden will Abelmann mit Stroh bestreuen. Und auf Heuballen wird ein Teil der Gemeinde sitzen können. Ein anderer Teil muss mit Stehplätzen vorlieb nehmen und für ältere Besucher wird es auch etliche Stühle geben.

Was den Gottesdienst ansonsten authentisch machen wird, ist das Krippenspiel. Das Kindergottesdienst-Team probt schon etliche Wochen dafür. Alle Rollen von Maria und Josef bis hin zum kleinsten Engel sind längst verteilt und nahezu alle haben auch schon ihre teilweise sehr langen Texte gelernt. Was den Kindern noch bevorsteht, ist die Begegnung mit den Tieren, die selbstverständlich auch zum Krippenspiel im Stall dazu gehören.

Für die Hirten einen Hund – den will Abelmann ausleihen. Ob eines seiner Rinder durch den Türeingang hinter der Bühne schauen darf, damit auch ein Ochse zugegen ist, steht noch nicht ganz fest.

Highland Cattle züchtet er. Die Tiere stehen ganzjährig auf der Weide, sind weder an Stall noch an Menschenmengen gewöhnt und haben ein imposantes Gehörn. An einer Lösung dafür tüftelt er noch. Der Esel hingegen ist kein Problem. Nur wenige hundert Meter von Abelmann entfernt züchtet Frank Ellermann eine seltene Eselrasse und will mit einem der Tiere auf jeden Fall zum Krippenspiel kommen. Einer von Ellermanns Esel hat vor Jahren schon eine wichtige Rolle in einem Musical in Loccum gespielt – aufreibender kann ein Krippenspiel auch nicht sein.

Besucher dieses Gottesdienstes der besonderen Art sollten sich allerdings darauf einstellen, dass die Scheune nicht beheizt ist. Die Kälte der Winternacht zu spüren ist vermutlich noch ein weiterer Aspekt, der die schlichte Atmosphäre von Weihnachten im Stall unterstreicht.

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