Rehburg-Loccumer Bücherschränke sind stark gefragt

Büchern den Stempel aufdrücken

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„Ich bin aus einem Rehburg-Loccumer Bücherschrank“ – so kennzeichnen die Bücherschrankpaten neuerdings das, was in den Schränken steht.

Rehburg-Loccum - Ab und zu und meistens vor größeren Ereignissen in der Stadt, treffen sich die Rehburg-Loccumer Bücherschrank-Paten zu gemeinsamen Aufräum- und Putz-Aktionen. Nach wie vor werden die Offenen Bücherschränke ausgezeichnet nachgefragt.

Sich neue Bücher holen oder auch die eigenen Bücherschränke entlasten: Menschen, die ein Buch nach Hause tragen oder mit Büchern den Schrank neu auffüllen, sind oft an den zentralen Plätzen Rehburg-Loccums zu sehen. Vor drei Jahren ist der erste der Schränke in Loccum aufgestellt worden, mittlerweile hat jeder Ortsteil seinen eigenen Schrank. Mehr als 30 Buch-Meter stehen so jederzeit jedem kostenlos zur Verfügung.

Gepflegt werden die Schränke von einer kleinen Gruppe Rehburg-Loccumer: aufräumen, gegebenenfalls zerfledderte Bücher aussortieren, größere Bücherspenden entgegen nehmen und bei Bedarf auf die Schränke verteilen sowie eben gelegentlich rundum putzen sind die Aufgaben, die sie übernommen haben. Und obwohl die Stadt versichert hat, die Schränke reparieren zu lassen, helfen auch dort gelegentlich die Paten aus. So wird demnächst die Arbeitstherapie des Bad Rehburger Maßregelvollzugszentrums auf die Schränke in Winzlar und Münchehagen eine zusätzliche Dachhaut aufziehen. Die Witterung hat den Dächern zugesetzt, weitere Schäden sollen so vermieden werden – und da stets ein Patient des Maßregelvollzugs zu den Paten gehört, wird die Sanierungsmaßnahme auf kleinem Dienstweg erledigt.

„Neuerdings haben wir auch einen Stempel“, sagt Pate Otto Lüer. „Ich bin aus einem Rehburg-Loccumer Bücherschrank“ steht auf diesem Stempel. In freundlichem grünem Farbton wird er den Büchern aufgedrückt. Zum einen könnten die Rehburg-Loccumer Bücherschränke denjenigen, die sich Bücher ausleihen, damit in guter Erinnerung bleiben, sagen die Paten – und zum anderen seien sie doch neugierig, welche Wege die Bücher nehmen. „Wir sind gespannt darauf, ob wir unseren Büchern irgendwo einmal wieder begegnen“, sagt Annekatrein Kleine.

Oft würden Radtouristen oder solche, die mit Autos oder Booten auf dem Weg zum Steinhuder Meer seien, einen Halt an den Schränken einlegen. So könnten die Rehburg-Loccumer Bücher auch schon einmal weite Wege zurücklegen. Wer wisse schon, wo sie schließlich strandeten?

Geben und nehmen durch alle Nutzer ist das Konzept der Bücherschränke. Für diejenigen, die mehr Bücher einstellen möchten, als momentan Platz vorhanden ist, bieten die Paten auch einen Abholservice an: wer viele überzählige Bücher spenden will, kann sich unter der Telefonnummer 05037 / 1389 melden. Diese Nummer, sagen die Paten, hätten schon viele freundliche Spender in Anspruch genommen – und bisher habe sich immer jemand aus ihrem Kreis gefunden, der die Bücher dann abgeholt habe.

ade

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