Rechen, Sandfang, Halle: Verbesserte Technik mit höherer Lebensdauer

Millionen-Investition in Kläranlage Lemke

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Eine Halle befindet sich auf dem Gelände der Kläranlage Lemke gerade im Bau. Sie gehört zur Millionen-Investition zur Verbesserung der Technik.

Lemke - Der Wasserverband „Am Sandkamp“ investiert rund 1,55 Millionen Euro in eine neue mechanische Vorstufe der Kläranlage Lemke. Derzeit entsteht auf dem Gelände die dafür vorgesehene Halle.

Diese Halle wird Rechen und Sandfang aufnehmen. Bislang befindet sich der in die Jahre gekommene und störungsanfällige Sandfang unter freiem Himmel, der Rechen in einem verwinkelten, nicht mehr zeitgemäßen Häuschen: Für Reparaturen muss der Rechen derzeit noch mit einem Kran durchs Dach gehoben werden, und auch die Abluft-Absaugung funktioniert nicht optimal. Das wiederum führt nicht nur zu üblen Gerüchen im Inneren des Gebäudes – Bestandteile der Luft sind aggressiv und greifen mechanische Teile und Bauelemente an.

Kläranlagen sind energieintensiv. „Da wollen wir ran. Wie im Trinkwasserbereich arbeiten wir auch bei der Abwasseraufbereitung daran, unseren Energiebedarf spürbar zu senken“, sagt Axel Brause, Abteilungsleiter Abwasseraufbereitung beim Kreisverband für Wasserwirtschaft. Brause: „Im Rahmen der Umsetzung unseres Klimaschutz-Teilkonzeptes wollen wir eine Druckbelüftung im Belebungsbecken installieren. Dabei wird die Frischluft von unten ins Becken geblasen. Das ist effektiv und verbraucht weniger Energie. Dafür ist es aber wichtig, dass die mechanische Vorstufe optimal arbeitet, damit sich kein Sand und keine Faserstoffe auf den Belüftern absetzen.“

Neue Technik, neue Halle. „Beides – Rechen und Sandfang – wird ausgetauscht, und auch der Sandfang kommt in die Halle. Das erhöht die Lebensdauer und Betriebsstabilität – vor allem im Winter.“ Außerdem entspricht die neue Halle arbeitsergonomischen Anforderungen – sprich: Es lässt sich dort leichter arbeiten.

Die 1,5-Millionen-EuroMaßnahme soll im kommenden Frühjahr abgeschlossen sein. Einschränkungen für die Bürger werde es nicht geben: Ist die neue Technik installiert, wird das Schmutzwasser von der bis zuletzt laufenden alten Vorstufe in die neue Halle umgeleitet. Dann erst wird die alte Mechanik abgebaut.

Das kleine „Rechen-Haus“ ist künftig aber keineswegs überflüssig: Darin werden die Gebläse für die Belebungsbecken aufgestellt. Die Energie-Einsparung durch die neue Technik werde „erheblich“ sein, verspricht der Ingenieur.

jh

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