Mehr als 100 Posten

Rat Stuhr stellt sich auf: Klimaschutz bekommt einen eigenen Ausschuss

Die Ratsvorsitzende und der Bürgermeister im Stuhrer Ratssaal.
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Nach ihrer Wahl nimmt die alte und neue Ratsvorsitzende Sabine Sparkuhl ihre Arbeit auf.

Der Rat der Gemeinde Stuhr hat am Mittwoch die Weichen für seine Arbeit in den kommenden fünf Jahren gestellt. Alle Ausschüsse sind besetzt, die Ratsvorsitzende und die stellvertretenden Bürgermeisterinnen gewählt. Stuhr hat jetzt einen Ausschuss mehr, und zwar den für Klima- und Naturschutz.

Stuhr – Wie sich das Ministerium für Klimaschutz auf Bundesebene aufstellt, ist noch nicht entschieden. Die Gemeinde Stuhr ist da schon einen Schritt weiter. Die Mitglieder ihres neu gegründeten Ausschusses für Klima- und Naturschutz, Naherholung und Tourismus stehen seit Mittwochabend fest. Da hatte sich der Gemeinderat zu seiner konstituierenden Sitzung im Ratssaal getroffen. Wer vertritt wen in welchem Ausschuss? Welche Politiker entsendet die Kommune in die unterschiedlichen Verbände? Unter anderem diese Fragen waren zu beantworten.

Zuvor hatte Bürgermeister Stephan Korte die Politiker zu ihrer Wahl beglückwünscht, und die Fraktionen hatten sich darauf verständigt, dass Sabine Sparkuhl (CDU) auch in den kommenden fünf Jahren den Posten der Ratsvorsitzenden bekleidet. Ihre Stellvertreter heißen Rolf Meyer (SPD) und Anne-Lene Alyanak, die als Newcomerin im Rat die Grünen vertritt. Ebenfalls neu im Kommunalparlament ist die Grünen-Ratsfrau Britta Buttelmann, die neben Sigrid Rother (CDU) und Gudrun Klomburg (SPD) zur stellvertretenden Bürgermeisterin gewählt wurde. „Es ist mir eine Ehre“, sagte Buttelmann nach ihrer Wahl. Rother und Klomburg hatten dieses Amt bereits in der vorangegangenen Wahlperiode ausgeübt.

Sechs statt fünf Ratsausschüsse

Bei der Besetzung der Ausschüsse griff das D’Hondt-Verfahren, wonach die Zuteilung der Sitze im Verhältnis zum Wahlergebnis (Proporz) erfolgt. Demnach hatte die CDU als stärkste Fraktion (zwölf Sitze) den Erstzugriff auf die jeweiligen Gremien. Es folgten die SPD (elf), die Grünen (acht), die FDP (vier) und „Besser“ (zwei). Dem nach wie vor zehnköpfigen Verwaltungsausschuss (VA) etwa gehören nun Finn Kortkamp, Sabine Sparkuhl, Sigrid Rother, Heiner Lampe (alle CDU), Susanne Cohrs, Gudrun Klomburg, Dennis True (alle SPD), Britta Buttelmann, Kristine Helmerichs (Grüne) und Alexander Carapinha Hesse an. „Besser“ hat im VA mit nur noch zwei Sitzen lediglich ein Grundmandat ohne Stimmrecht, das Gerd W. Bode ausübt. Einzelkandidat Michael Schnieder (AfD) ist nicht in diesem Gremium vertreten.

Danach mussten die Fraktionen noch je 13 Mitglieder für sechs Ratsausschüsse sowie deren Vorsitzende festlegen, das ist ein Ausschuss mehr als in der letzten Ratsperiode (siehe Text unten). Lediglich im Schulausschuss sitzen wegen der insgesamt acht hinzugewählten Lehrer-, Eltern- und Schülervertreter nur elf Politiker. Die Gremien und ihre Vorsitzenden im Einzelnen: Ausschuss für Bauen und Ortsteilentwicklung (Cord Evers, CDU), Ausschuss für Verkehr, Ordnung und Sicherheit (Uwe Schweers, CDU), Ausschuss für Jugend, Freizeit, Kultur und Soziales (Dennis True, SPD), Schulausschuss (Susanne Cohrs, SPD), Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen (Ralph Ahrens, CDU), Ausschuss für Klima- und Naturschutz, Naherholung und Tourismus (Bernd Helmerichs, Grüne). AfD-Mann Schnieder darf nur in einem Gremium mitwirken und entschied sich für Bauen und Ortsteilentwicklung.

17 neue Mitglieder hat der Rat der Gemeinde Stuhr in seiner konstituierenden Sitzung am Mittwoch begrüßt.

Dass der Name Peter Strohmeyer nirgendwo auftaucht, ist auf seinen Mandatsverzicht aus persönlichen Gründen zurückzuführen. Für ihn rückt die nächste Ersatzperson der SPD aus dem Wahlbereich II, Lars Hartwig, nach (wir berichteten).

Außerdem galt es, die Vertreter der Kommune für 15 Unternehmen, Vereine und Verbände inklusive ihrer Stellvertreter zu bestimmen – von A wie Abwasserverband bis Z wie Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest. So waren am Mittwochabend weit über 100 Posten zu verteilen, weshalb die alte und neue Ratsvorsitzende Sparkuhl am Ende der Sitzung noch ein paar tröstliche Worte in Richtung der 17 neuen Politikerinnen und Politiker richtete: „Das war eine anstrengende Sitzung. Aber es wird besser und nicht so langweilig.“

Von Andreas Hapke

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