Themen-Touren und Wandern beliebt wie nie / Ansprüche hoch

Nienburg: Urlaub mit Rad und Rucksack

Diese Nachbildungen gehören zum Dino-Park in Münchehagen.
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Aus vier mach’ eins: Für die neu konzipierte Dino-Tour haben die Touristiker vier Touren zusammengefasst und überarbeitet.

Landkreis – Wandern ist piefig, Radfahren etwas für Ältere. So weit die Klischees. Auf den rund 40 Radrouten durch den Landkreis und die Region Mittelweser beobachten Martin Fahrland, Geschäftsführer der Mittelweser-Touristik, und seine Mitarbeiter jedoch etwas ganz anderes: Immer mehr junge Leute, aber auch viele Familien mit Kindern steigen aufs Rad oder schnüren sich die Wanderstiefel. Corona hat quasi einen neuen Trend zu Outdoor-Aktivitäten ausgelöst, auch in der Region Nienburg.

„Es ist so, dass im Lockdown ja nicht nur Touristen, sondern auch viele Einheimische das Rad und das Wandern für sich entdeckt haben“, berichtet Fahrland. „Viel mehr konnte man da ja auch nicht machen.“ Er und sein Team bemerkten 2020 eine stärkere Nachfrage nach Touren-Tipps, Kartenmaterial und generell mehr Anfragen. Konkrete Zahlen gibt es auch: Fahrland zufolge hat eine Zählstelle 2020 am Weserradweg 10 000 Radler mehr erfasst als 2019. Dabei sind die Menschen offenbar immer öfter auf Pedelecs unterwegs.

Stellplätze für Wohmobile gut ausgelastet

Auch Wohnmobilisten scheinen die Region mögen. Fahrland zufolge macht sich der Trend zum Urlaub im Eigenheim auf Rädern bemerkbar: „Die Stellplätze sind gut voll.“ Und diese Gäste bringen Geld in die Region: „Sie gehen essen, shoppen – und das freut uns natürlich“, so Fahrland. Die Besucher legen insgesamt Wert auf Qualität, nennt der Geschäftsführer eine weitere Entwicklung im Touristik-Segment. Daher wolle auch die Mittelweser-Touristik Klasse statt Masse anbieten – von der Art der Attraktionen über die Gastronomie/Hotellerie bis hin zur Servicekette rund um die Routen. „Wir werten zum Beispiel die Radtouren mit inhaltlichen Aspekten und regionalen Bezügen auf“, erläutert er. Dabei werden unterschiedliche Themenfelder angeboten: Sagen und Legenden etwa beim Grafenring in Hoya oder Informationen zur Rückkehr des Wolfes in die Region im Rahmen der Wolfstour.

Ziel: Noch mehr Gäste in die Region locken

„Wir müssen wieder Gas geben“, fasst Fahrland die Pläne für die Sommersaison zusammen. Ausländische Gäste, aber auch größere Feiern und Kongresse fehlten den Anbietern in der Regionen nach wie vor. „Allerdings machen dieses Jahr mehr Menschen Urlaub im eigenen Land, und die wollen wir gerne in die Mittelweser-Region holen“, betont Fahrland. Das soll mithilfe von kreativen Touren-Konzepten, aber auch der sorgsamen Instandhaltung des rund 3 000 Kilometer langen Radwegenetzes in der Region gelingen. Zudem hofft Fahrland auf stabil niedrige Inzidenzwerte und weitere Impferfolge.

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