„ProAusbildung“ endet, es folgt „RegioSave“

Neuer Name, neue Träger

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Mit praktischen Vorstellungen präsentieren Azubis „ihren“ Job bei der "Azubis-Tournee". Sie bleibt im neuen Projekt erhalten.

Nienburg - Von Nikias Schmidetzki. „RegioSave“ heißt das Nachfolgemodell des ausgelaufenen Modellprojektes „ProAusbildung“. Gemeinsam tragen die Ausbildungsstätten Rahn und Betriebe das Angebot, bei dem sich Jugendliche und Unternehmen kennenlernen sollen.

Seit 2012 lief das Modellprojekt, gefördert vom Land Niedersachsen. Zum neuen Schuljahr wollen die Initiatoren unter neuem Namen die erfolgreichen Inhalte am Leben erhalten. Für drei Jahre finanzieren lokale Unternehmen das Projekt mit. Nachwuchskräfte wollen sie so gewinnen, auf Berufe und sich selbst aufmerksam machen. Dazu kommen sie in Schulen, die Jugendlichen aber auch in die Betriebe. „Das macht deutlich, dass Unternehmen Instrumente nutzen müssen, um Jugendliche kennenzulernen“, sagt Heidi Schmidt, Geschäftsführerin der Ausbildungsstätten Rahn, die selbst ebenfalls Geld beisteuern. Zudem hat die Einrichtung einen Antrag auf Förderung bei der Agentur für Arbeit eingereicht. „Zugleich beweist es ein großes Vertrauen uns gegenüber“, freut sich Heidi Schmidt.

Zugesagt haben Wiesenhof, Smurfit Kappa, Göbber, Chr. Hansen, Raiffeisen Agil, die Helios Kliniken Mittelweser, der Landkreis und der BAWN sowie der Kreisverband für Wasserwirtschaft. Als kooperierende Schulen haben bislang die Nordertor- und die Leintorschule (beide Hauptschulen in Nienburg) ebenso zugesagt wie die Oberschule Steimbke und die Berufsbildenden Schulen. Weitere können sich nach Absprache noch beteiligen.

„RegioSave“ soll Schüler der Jahrgänge acht bis zehn ansprechen. Sie sollen in ihrer Entscheidungsfindung für die berufliche Zukunft gestärkt werden und mögliche Vorurteile gegen einige Berufe ablegen. Gleichzeitig erhalten regionale Ausbildungsbetriebe frühzeitig Zugang zu potenziellen Bewerbern. Sie können sich und ihr Angebot platziert vermarkten.

In der Nordertorschule trafen Schüler auf Azubis im Rahmen der „Azubi-Tournee“.

Die in der Vergangenheit beliebte „Azubi-Tournee“ ist auch Teil des neuen Projektes. Smurfit Kappa, Oelschläger Metalltechnik, die Helios Kliniken, Wiesenhof und die Stadt Nienburg schickten einige ihrer Azubis. Vorgestellte Berufe waren Papiertechnologe, Industriemechaniker, Fachkraft für Lagerlogistik, Maschinen- und Anlagenführer, Werkzeugmechaniker, Elektroniker, Fachlagerist, Verfahrensmechaniker, Berufskraftfahrer, Fachkraft für Lebensmitteltechnik, Verwaltungsfachangestellter, Fachkraft für Abwassertechnik sowie Veranstaltungstechniker. Mit erstaunlichem Erfolg, berichtet Koordinatorin Alexandra Herzberg: „Schon Tage danach sind bei einigen Unternehmen erste Bewerbungen eingegangen“, sagt sie. Dabei kommen aktuelle Auszubildende in die Schulen und stellen Arbeit und Unternehmen vor. Im Anschluss sind Betriebserkundungen zur näheren Information möglich.

Weitere Inhalte sind etwa „Startklar“, wobei Schüler auf die Ausbildungszeit unter realistischen Bedingungen vorbereitet werden, ebenfalls mit Vertretern von Betrieben, und „Bewerbung live“ mit praktischen Übungen mit Personal-Entscheidern aus den Kooperationsfirmen.

Freigeschaltet wird zeitnah auch die Internetpräsenz. Dort sollen sich Unternehmen, Schulen und Jugendliche austauschen können. Termine, eine Art Börse für freie Plätze sollen dort Platz finden. In Arbeit ist zudem eine App, um Jugendliche möglichst direkt anzusprechen.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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