Ein Binnenschiffer hatte die Leiche am 28. April im Schleusenkanal gefunden

Neue Details zu Mord in Balge: 19-Jährige mit Stromkabel an Beton gebunden

Porträtbild Andrea K.
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Die 19-jährige Andrea Korzen wurde befestigt an eine Betonplatte in den Weser-Schleusekanal geworfen

Verden/Balge – Zwei Tage vor Heiligabend beginnt am Landgericht Verden der Prozess gegen die mutmaßlichen Mörder von Andrea K. aus Schöningen (Kreis Helmstedt). Befestigt an einer Betonplatte wurde die 19-Jährige lebend in den Weser-Schleusenkanal in Balge geworfen.

Im Prozess werden sich zwei 40 und 53 Jahre alte Männer sowie eine 39 Jahre alte Frau, alle aus Nienburg, verantworten müssen. Am 5. Januar soll ebenfalls am Verdener Landgericht der Prozess gegen einen 21-jährigen Nienburger und einen 26 Jahre alten Angeklagten aus dem Heidekreis beginnen.

In einer Pressemitteilung zum bevorstehenden Prozessauftakt hat das Landgericht weitere grausame Details bekannt gegeben. Danach sollen seit dem 4. April 2020 die 40 und 53 Jahre alten Angeklagten die 19-Jährige „unter Ausnutzung ihrer persönlichen Zwangslage – Erkrankung an einer paranoiden Schizophrenie – zur Prostitution veranlasst haben“. Die 39-Jährige solle Beihilfe zur Tat geleistet haben. Mindestens einen Freier soll der 40-Jährige dem Opfer vermittelt haben.

„Nachdem die beiden männlichen Angeklagten festgestellt hätten, dass ihr Opfer aufgrund des Gesundheitszustandes zukünftig keine „Kunden“ würde bedienen können, sei das Opfer am 7. April in das Wohnhaus des 40-jährigen Angeklagten und am Tag danach in die auf dem Grundstück gelegene Garage gebracht und dort festgehalten worden“, heißt es.

Die 19-Jährige sei „geschlagen, geknebelt und gewürgt“ worden. Dann hätten sich die Angeklagten entschlossen, die 19-Jährige zu „beseitigen, um die eigene Strafverfolgung, wegen der vorangegangen Taten“, zu verhindern. Vereinbart worden sei, das Opfer in die Weser zu werfen. In der Nacht zum 9. April soll das Trio den Plan in die Tat umgesetzt haben.

Zu dritt sollen sie das Opfer auf eine Waschbetonplatte „gebracht und dort mit einem Stromkabel angebunden“ haben, teilt das Landgericht mit. „Anschließend seien entweder alle drei Angeklagten oder nur die beiden männlichen Angeklagten zur Weserschleuse in Balge gefahren.“ Die 39-Jährige habe auf dem Grundstück eventuell Spuren beseitigt. „In Balge sei das auf der Betonplatte angebundene Opfer sodann über das Geländer in die Weser gestoßen worden und dort durch Ertrinken verstorben.“ Entdeckt habe die Leiche ein Binnenschiffer am 28. April im Schleusenkanal.

Die beiden jüngeren Angeklagten sollen an dem Mord nicht beteiligt gewesen sein. Bei dem 21-Jährigen soll es sich um einen Zuhälter von Andrea K. und zugleich um ihren Ex-Freund handeln. Der 26-Jährige aus dem Heidekreis muss sich wegen Beihilfe zur Zwangsprostitution verantworten. Diese beiden Angeklagten werden sich vor der 3. Großen Jugendkammer verantworten müssen. wb

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