Tag der offenen Grabung / Experten referieren über mittelalterliche Burgen

Archäologen legen Burg Wölpe frei

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Der Kommunalarchäologe Dr. Jens Berthold (l.) und Grabungsleiter Frank Wedekind besprechen das weitere Vorgehen auf der Burg Wölpe.

Nienburg - Das kleine Schild „Archäologische Ausgrabung“ weist darauf hin, was am Ende eines Stichweges abseits der Hauptstraße in Erichshagen-Wölpe gerade vor sich geht: Quer durch den zunächst unscheinbaren Hügel zieht sich ein Grabungsschnitt. Studenten der Universität Regensburg tragen unter der erfahrenen Leitung von Frank Wedekind die Erdschichten ab, um freizulegen, was in den letzten Jahrhunderten im Verborgenen lag – die hochmittelalterliche Burg Wölpe, bestehend aus einem Burghügel und möglicherweise sogar Wehrgängen und Türmen, heißt es in einer Pressemitteilung des Museums Nienburg.

Was für die Augen eines Laien nach alten Holzbohlen, Steinmauern und Dachziegeln aussieht, lässt für den Archäologen und seine Grabungshelfer den Schluss zu, Burgteile gefunden zu haben, die sich bis ins 12./13. Jahrhundert zurückdatieren lassen.

Um die neuesten Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, veranstaltet das Nienburger Museum in Kooperation mit der Kommunalarchäologie Schaumburger Landschaft und der Universität Regensburg ein Kolloquium. Am Mittwoch, 16. September, kommen Experten von 10 bis 15.15 Uhr unter dem Titel „Die Burg Wölpe und aktuelle Forschungen zu mittelalterlichen Burgen in Norddeutschland“ im Zeichensaal des Quaet-Faslem-Hauses, Leinstraße 4, in Nienburg zusammen.

Die Veranstaltung gliedert sich in drei Vortragsblöcke: Zunächst geht es sowohl um die Burg Wölpe selbst, als auch um weitere regionale Anlagen im Landkreis Nienburg. Im Anschluss daran ermöglichen Vorträge den Vergleich mit Burgen in Ostfriesland und Hamburg sowie dem weiteren Elbe-Weser-Raum.

Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung beim Museum wird aber vorab gebeten (Tel.: 05021/12461, E-Mail: info@museum-nienburg.de). Die Archäologen berichten auch gerne vor Ort von ihrer Arbeit – am Donnerstag, 17. September, ist deshalb von 14 bis 17 Uhr ein „Tag der offenen Grabung“ geplant.

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