Nienburgs erste „Open Stage“ Veranstaltung im Kulturwerk

Eine Bühne für jedes Talent

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Dieter Mehring, Michael Suhr, Winfried Schmierer (Sparkassenstiftung) , Ingrid Decke (Landschaftsverband Weser-Hunte), Petra Gheco (v.l.) mit dem von „Frau Silberfisch“ (r.) entworfenen Plakat zur neuen Kulturwerk-Reihe „Open Stage“. 

Nienburg - von Kristina Stecklein. Nichts gegen die eigenen vier Duschwände, die Shampooflasche als Mikrofon und das fließende Wasser als Hintergrundmusik – aber: Wer gerne singt, wird hier vermutlich – außer Duschkopf und Co. – nicht viel Publikum finden. Genau das soll sich zukünftig ändern.

Aufstrebende Künstler, egal ob Musiker, Puppenspieler, Jongleure oder Kabarettisten erhalten mit der neuen Kulturwerkreihe „Open Stage“ die Chance, sich auf der Bühne zu präsentieren. „Die erste Veranstaltung findet am Samstag, 23. April um 20 Uhr statt“, erklärt Petra Gheco, Programmplanerin des Kulturwerks. Bei „Open Stage“ geht es nicht darum, zu gewinnen – es gibt kein Finale, keinen Wettbewerbscharakter. „Der Spaß und die Vorfreude stehen im Vordergrund der Veranstaltung“, fügt Michael Suhr, Mitinitiator der „Open Stage“, an.

Interessierte können auf der Homepage des Kulturwerks einen Fragebogen herunterladen. Dort können die Bewerber kurz erklären, was sie präsentieren möchten, welche Technik sie dafür benötigen und wie lange die geplante Aufführung dauern wird. „Zeitlich wollen wir zunächst keinen Rahmen setzen. Es soll keine bestimmten Vorgaben geben, wir wollen niemanden mit seiner Darbietung ausgrenzen“, sagt Gheco. Ein paar Einschränkungen gibt es dennoch: Die Teilnahme ist erst ab 16 Jahren erlaubt. Das sei aus Jugendschutzgründen so geregelt. Nach „oben hin“ gäbe es jedoch keine Altersbegrenzung. „Natürlich sind wir in der Bühnengröße auch ein klein wenig eingeschränkt. Gruppen mit 60 Leuten werden schwer unterzubringen sein“, bemerkt Gheco lachend.

Für den Ablauf haben die Organisatoren bereits genaue Vorstellungen. „Wir wollen eine Club-Atmosphäre schaffen, die den Künstlern den Rücken stärkt“, merkt Suhr an. Außerdem soll die zwei mal 45 Minuten dauernde Veranstaltung moderiert und dramaturgisch geleitet werden. Diesen Aspekt empfindet Dieter Mehring, Geschäftsführer des Kulturwerks, als besonders wichtig. „Die Bewerber werden auf und hinter der Bühne unterstützt und wertgeschätzt“, erklärt er.

Es ist eine Gelegenheit für jeden, der sein Talent präsentieren möchte und bislang noch keine Möglichkeit dazu erhalten hat. „Wir möchten kein bestimmtes Genre ansprechen, ob Tänzer, Puppenspieler, Impro-Theater, Poetry Slam – alles ist möglich“, sagt die Programmplanerin.

Bis zum 2. April läuft die Bewerbungsphase, danach heißt es nochmal für alle Künstler: üben, üben, üben. „An dem Samstag müssen die Teilnehmer natürlich auch Zeit einplanen, um ein bis zwei Probedurchläufe zu machen“, fügt Gheco an.

Neben Spaß, Anerkennung und „ein bisschen Ruhm“ erhalten die Künstler gewissermaßen eine Art Sprungbrett und erste Bühnenerfahrung. Weitere Kooperationen mit dem Kulturwerk seien dadurch nicht auszuschließen „Es ist gut möglich, dass wir bestimmte Teilnehmer dann nochmal ansprechen und in einem anderen Projekt mitarbeiten lassen“, sagt Gheco. Dem stimmt Suhr zu. „Es kann, muss aber kein Sprungbrett sein.“ Keiner solle sich zu weiteren Auftritten gezwungen fühlen.

Unterstützt wird das Projekt von der Nienburger Sparkassenstiftung sowie vom Landschaftsverband Weser-Hunte. Vertreter beider Verbände sind von der neuen, „offenen Bühne“ überzeugt.

„Wir hoffen, dass die Veranstaltung am Ende des Abends für alle Beteiligten eine Bereicherung gewesen ist,“ sagt Gheco abschließend. Wer am 23. April verhindert ist, muss sich nicht über eine verpasste Chance ärgern: Am 26. November gibt es erneut die Möglichkeit, sein(e) Talent(e) bei der zweiten „Open Stage“ zu präsentieren.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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