Kulturwerk: Vorstand und Geschäftsführer erklären sich

Vorkommnisse „in jeder Beziehung bitter“

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Theater gibt es derzeit im Kulturwerk zu. Dabei dreht es sich allerdings um eine Personalie.

Nienburg - Von Nikias Schmidetzki. Viel Kritik hatte es an der Kündigung Dieter Mehrings, die ihm der Kulturwerk-Verein ausgesprochen hatte, gegeben. Nun meldet sich im Namen des Vorstandes der erste Vorsitzende Dieter Wignanek zu den Gründen - und Mehring antwortet.

Im Schreiben zieht Wignanek unmittelbare Verbindungen zwischen Mehring als Geschäftsführer des Nienburger Kulturwerks und mehreren finanziellen Unregelmäßigkeiten der jüngeren Vergangenheit. Nicht nur der medial bekanntgewordene und angezeigte Fall aus dem Herbst 2015 führt Wignanek auf. Allein dabei sei „von einer Schadenssumme bis zu 10000 Euro im Jahr über mehrere Jahre hinweg auszugehen“. Bereits im Februar 2015 sei es zudem im Kulturwerk zum Verlust einer Geldtasche mit 2600 Euro gekommen. Mehring habe das Geld einzahlen wollen, was nicht geschehen war, heißt es in der Stellungnahme des Vereins. Der Verbleib sei trotz Anzeige bei der Polizei bis heute nicht geklärt. Weiter führt der Vorsitzende einen Bargeld-Fehlbestand beim Jahresabschluss 2014 auf und wirft dem informierten Geschäftsführer vor, den Vorstand nicht darüber in Kenntnis gesetzt zu haben. Zuletzt habe Mehring im Februar dieses Jahres Datenlöschungen zu spät gemeldet.

Der Vorstand lege Wert darauf die Feststellung, keine Aussage zu tätigen, ob der Geschäftsführer die dargestellten verschiedenen Geldverluste und Datenlöschungen unmittelbar verursacht habe, schreibt aber: „Sämtliche Vorfälle lagen jedoch im Verantwortungsbereich des Geschäftsführers. Dieser hätte sie nach Auffassung des Vorstandes bei ordentlicher Geschäftsführung verhindern können und müssen.“

Dieter Mehring selbst äußerte sich knapp und zeigte sich vor allem überrascht, dass der Verein bereits gestern die schriftliche Erklärung abgegeben hat, obwohl ihm in einem Brief mitgeteilt worden sei, das solle erst in der kommenden Woche – nach einem für Freitag geplanten persönlichen Gespräch – geschehen. Die Vorkommnisse fände er „in jeder Beziehung bitter sowohl für das Kulturwerk als auch für mich“ Er habe jedoch die benannten Verluste nicht verursacht und hoffe auf baldige Ergebnisse der staatsanwaltlichen Ermittlungen. Mehring weiter: „Darüber hinaus bedarf es einer juristischen Bewertung, welche Verantwortung ich als angestellter Leiter des Kulturwerks trage.“ Er werde sich mit seinem Anwalt beraten und sich danach gegebenenfalls ausführlich äußern

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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