„Wie könnte sich eine Stadt besser präsentieren?“

Nienburger Begrüßungstag bringt neue und alteingesessene Bürger zusammen

Planen und organisieren, damit Nienburger einander kennenlernen können (v.l.): Sabine Pflaum (CJD-Leiterin), Cornelia Kramer, Silke Nauenburg, Sven Kühtz und Bürgermeister Henning Onkes. Das Plakat wirbt für den Tag der offenen Gesellschaft. - Foto: rtg
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Planen und organisieren, damit Nienburger einander kennenlernen können (v.l.): Sabine Pflaum (CJD-Leiterin), Cornelia Kramer, Silke Nauenburg, Sven Kühtz und Bürgermeister Henning Onkes. Das Plakat wirbt für den Tag der offenen Gesellschaft.

Nienburg - Von Robin Grulke. Im Nienburger Rathaus dreht sich derzeit alles um den Begrüßungstag. Alle zwei Jahre kommen dafür Aussteller aus der gesamten Stadt am Rathaus zusammen, um neu nach Nienburg gezogene Bürger mit offenen Armen zu begrüßen. Die Teilnehmerliste der Willkommens-Veranstaltung am Samstag, 16. Juni, ab 10 Uhr liest sich dabei fast wie das Nienburger Telefonbuch.

Musikschule, Nachtwächter, Sportvereine, Frauenhaus, Kitas und Polizeimuseum: Unter den Ausstellern sind lauter Nienburger Persönlichkeiten und Institutionen mit dem Ziel, sich denen vorzustellen, die noch keine Gelegenheit hatten, sich umzuschauen – den neuen Nienburgern.

Wer auch immer seit dem Begrüßungstag vor zwei Jahren in das Stadtgebiet gezogen ist, hat auch schon eine Einladung der Stadtverwaltung erhalten. „Insgesamt sind mehr als 2 000 rausgegangen, wobei darunter auch sechsköpfige Familien sein können“, erklärt Cornelia Kramer vom Kulturbüro. Bei dem möglichen Besucherandrang macht es Sinn, nicht nur im, sondern auch vor dem Rathaus zu planen.

„Demokratie lebt vom permanenten Ideenaustausch“

Das christliche Jugenddorf (CJD) will sich deshalb auf dem Kirchplatz mit den Besuchern zusammensetzen. Ab 13.30 Uhr stellt das CJD dort den bundesweiten Tag der offenen Gesellschaft vor, der zufällig und passenderweise auf den Begrüßungstag der Stadt fällt. Sven Kühtz vom Jugendmigrationsdienst des CJD will dafür sorgen, dass sich die Besucher offen über Politik, Weltgeschehen und das Nachbarschaftsgefühl austauschen können: „Demokratie lebt vom permanenten Ideenaustausch, und Schimmel entsteht nur in geschlossenen Räumen.“

Kramer, die den Tag gemeinsam mit Silke Nauenburg (Freiwilligenagentur) und dem CJD plant, nimmt seit Wochen immer wieder neue Anmeldungen von Vereinen und Personen entgegen. Rund 40 Aussteller stehen aktuell auf dem Programmzettel, drei sind alleine in der vergangenen Woche dazugekommen. „Das wird ein munteres Miteinander“, verspricht die Kulturbeauftragte.

„Auch für Alteingesessene gibt es viel zu entdecken“

So ist die Veranstaltung, die aus einer Anregung bei einer Bürgersprechstunde entstanden ist, für alle gedacht, die ihre Mitmenschen kennenlernen wollen – ganz egal, ob man nun seit einem oder seit zehn Jahren in der Stadt wohnt. „Auch für Alteingesessene gibt es viel zu entdecken“, meint Kühtz vom CJD.

Bürgermeister Henning Onkes ist vom bunten Konzept des mittlerweile fünften Begrüßungstags sichtlich angetan: „Wie könnte sich eine Stadt besser präsentieren?“

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