Landkreis schneidet bei Studie gut ab

Taschendiebstahl: Nienburg gilt als sicher

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Szenen wie diese gibt es im Landkreis Nienburg deutlich seltener als im Durchschnitt in der Bundesrepublik. Die Region gilt als „relativ sicher“ laut einer Studie von shopping.de.

Nienburg - Der Schock sitzt tief, wenn man erkennt, dass die Geldbörse, das Handy oder die Autoschlüssel beim Einkaufsbummel geklaut wurden. Häufig sind wichtige Dokumente wie Personalausweis, Führerschein oder auch Krankenkassenkarte im Portemonnaie. Sind diese dann weg, ist die Wiederbeschaffung nicht nur lästig, sondern auch kostspielig.

Erstmals hat das Schnäppchen- und Restposten-Portal shopping.de über 400 Städte und Kreise in Deutschland zum Thema Taschendiebstahl untersucht. Fazit: Nicht nur Großstädte stehen im Fadenkreuz der Kriminellen, auch zahlreiche Landkreise haben ihre liebe Not mit den Taschendieben. Doch der Landkreis Nienburg kommt bei der Untersuchung gut weg: 34 Diebstähle habe es demnach im Jahr 2016 im Nienburger Land gegeben. Das macht 28 Stück pro 100.000 Einwohner.

Damit liegt Nienburg mit 69 Prozent unter dem Durchschnitt. Laut diesem Wert wurden im vergangenen Jahr deutschlandweit 91 Diebstähle pro 100.000 Einwohner gezählt.

Hohe Aufklärungsquote in Nienburg 

Auch der Nachbarkreis Diepholz gilt laut der Studie als „relativ sicher“. Dort wurden 48 Taschendiebstähle pro 100 000 Einwohner registriert. Dies entspricht 103 Delikten. Dort liegt die Aufklärungsquote mit 8,7 Prozent allerdings deutlich niedriger. In Nienburg wurden 17,6 Prozent der Fälle aufgeklärt – ein guter Schnitt. Im ganzen Bundesgebiet werden lediglich 7 Prozent der Fälle aufgeklärt.

Weiter östlich wird es „gefährlicher“. So bezeichnen die Macher der Studie zumindest die Region Hannover. Dort gab es im vergangenen Jahr 211 Taschendiebstähle pro 100.000 Einwohner. Damit landet die Region auf Platz 40 der Liste. 2.073 Delikte fallen dabei direkt auf die Stadt Hannover. Die Aufklärungsquote liegt dort bei 10,7 Prozent.

Bremen ist Hochburg bei Taschendiebstahl 

Dass Großstädte eher von vielen Taschendieben aufgesucht werden, zeigt sich auch in der Studie. Die Plätze eins bis drei belegen die Städte Düsseldorf, Berlin und Hamburg. Bremen landet auf Platz zehn - und gilt damit als eine Taschendiebstahl-Hochburg. Im Jahr 2016 wurden dort insgesamt 2.733 Straftaten zur Anzeige gebracht. Laut Untersuchung ist die Dunkelziffer allerdings um ein vielfaches höher, da sich die Opfer oftmals gar nicht bei der Polizei melden. Umgerechnet sind das in der Hansestadt 490 Strafdelikte je 100.000 Einwohner – ein Delikt alle drei Stunden.

Generell ist ein Ergebnis der Studie, dass innerhalb der vergangenen 30 Jahre die Diebstahlquote in Deutschland um 528 Prozent anstieg. Beschauliche 26.239 Delikte zählte man 1987 im früheren Bundesgebiet. Im Jahr des DDR-Beitritts waren es fast 51.000.

Zum ersten Mal sechsstellig wurde es 1993 (100 984 Straftaten), die 150.000 wurde im vereinten Deutschland im Jahr 2014 geknackt. 

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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