E-Mobilität in Nienburg

Mehr Stromer sollen her

Das Nienburger Stadtgebiet mit den aktuellen Ladepunkten.
+
Diese Karte zeigt die öffentlich zugänglichen Ladepunkte. Die Nienburger können im Laufe des Septembers eintragen, wo sie sich weitere Exemplare wünschen.

Nienburg – Wer ein Elektro-Auto fährt und kein glücklicher Besitzer eines eigenen Ladepunktes ist, kennt das: Die Batterie meldet Tiefstand, der Wagen muss aufgeladen werden. Im Winter oder bei häufig genutzter Klimaanlage auch gerne früher als später. Derzeit ist das in der Stadt Nienburg unter anderem an 23 öffentlichen Ladepunkten möglich. Aber reichen die aus? Stehen die Ladesäulen an den Orten, an denen sie die E-Auto-Fahrer benötigen? Oder wären ganz andere Standorte sinnvoll? Zu diesen und anderen Fragen rund um die Elektromobilität möchte die Stadtverwaltung die Meinung der Bürger erfahren und hat dafür eine Online-Plattform mitsamt Umfrage freigeschaltet.

Derzeit fahren in der Stadt Nienburg rund 737 Elektrofahrzeuge (Stand 2. September 2021). Davon sind nach Angaben der Stadtverwaltung 469 rein elektrisch betriebene (BEV) und 268 Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge (PHEV). Im Nienburger Stadtgebiet sind 23 Ladestationen mit insgesamt 48 Ladepunkten zu finden. 44 der Ladepunkte werden mit Wechselstrom betrieben und weisen eine Ladeleistung zwischen 3,7 und 43 kW auf (Normal- bzw. AC-Laden). An den übrigen, mit Gleichstrom betriebenen vier Ladepunkten kann aufgrund der höheren Ladeleistung von etwa 50 kW vergleichsweise schneller geladen werden (Schnell- bzw. DC-Laden).

Nienburg will Ladenetz ausbauen

Die Stadt möchte das öffentlich zugängliche Ladenetz ausbauen. Sie rechnet 2025 immerhin mit etwa 1580 Elektrofahrzeugen (BEV und PHEV), die im Stadtgebiet unterwegs sind und regelmäßig geladen werden müssen. Um diesen Bedarf decken zu können, sollten der Verwaltung zufolge mindestens 58 Ladepunkte im Stadtgebiet zur Verfügung stehen. In der Regel befinden sich zwei Ladepunkte an einer Ladestation. 2030 rechnet die Verwaltung mit rund 3 830 E-Fahrzeugen (BEV und PHEV) in der Stadt und mit einem Bedarf von mindestens 163 Ladepunkten. Für das Jahr 2035 werden 6 850 Stromer prognostiziert. Für sie wären rechnerisch mindestens 328 Ladepunkte nötig.

Soll Verstärkung bekommen: Ladesäule im Stadtgebiet.

Im Rahmen der Umfrage können die Teilnehmer zum Beispiel Wunschstandorte für Elektroladesäulen und für Fahrrad-Verleihstationen eintragen.

Bürger sollen ihre Wünsche äußern

Peter Kant, Klima- und Umweltschutzbeauftragter der Stadt, sowie sein Kollege Adrian Winkelmann begleiten das Projekt. Sie hoffen, dass möglichst viele Nienburger die Umfrage nutzen, um ihre Wünsche und Wahrnehmungen in punkto Elektromobilität mitzuteilen. Das soll später für eine größere öffentliche Akzeptanz des Konzeptes sorgen. „Die Infrastruktur für eine neue Mobilität soll sich schließlich an den Wünschen und dem Bedarf der Nienburger orientieren“, betont Kant. Den September über können sich interessierte Nienburger an der Umfrage beteiligen. Das Elektromobilitätskonzept soll Ende des Jahres fertiggestellt sein, sagt Kant.

Erstellt hat das Konzept die Dresdener Mobilitätswerk GmbH im Auftrag der Stadt. Damit die Wünsche, Anregungen und Ideen der Bürger mit einfließen können, rufen Kant und Winkelmann alle Nienburger dazu auf, sich über die Online-Plattform zu beteiligen.

Gefördert wird die Erstellung des Konzeptes durch die Förderrichtlinie Elektromobilität aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ des Bundesverkehrsministeriums.

Umfrage und weitere Infos

www.elektromobilitaet-nienburg.de

Peter Kant, 05021/87-215

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Meistgelesene Artikel

Wählerumfragen am Sonntag in der Samtgemeinde Hoya

Wählerumfragen am Sonntag in der Samtgemeinde Hoya

Wählerumfragen am Sonntag in der Samtgemeinde Hoya
Nando Rodriguez ist Clown und Spitzenmusiker zugleich

Nando Rodriguez ist Clown und Spitzenmusiker zugleich

Nando Rodriguez ist Clown und Spitzenmusiker zugleich
Landkreis Nienburg ruft Corona-Warnstufe I aus

Landkreis Nienburg ruft Corona-Warnstufe I aus

Landkreis Nienburg ruft Corona-Warnstufe I aus
Kulturfest und langer Samstag: „Hoya ist wieder da“

Kulturfest und langer Samstag: „Hoya ist wieder da“

Kulturfest und langer Samstag: „Hoya ist wieder da“

Kommentare