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Trommler und Pfeifer läuten Scheibenschießen ein

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Daumen hoch von Tambourmajor Axel Brockmann: Bei dem kleinen Konzert im Ratskeller hat das Trommler- und Pfeifercorps hat mit dem „Antrommeln“ seine Spieltüchtigkeit bewiesen. Gleichzeitig war dies der Auftakt zum Scheibenschießen.

Nienburg - Von Johanna Müller. Einen kleinen Vorgeschmack auf das Nienburger Scheibenschießen gab es in der vergangenen Woche. Im Ratskeller ist das Trommler- und Pfeifercorps zum sogenannten Antrommeln angetreten. Eine der vielen Traditionen, die das Volksfest begleiten.

Unter der Leitung von Tambourmajor Axel Brockmann haben die Musiker vor Gästen des Offizier- und Unteroffiziercorps der Bürgerkompanien – besser bekannt aus „Blaue Garde“ – ihre Spieltüchtigkeit bewiesen. Was heutigen Generationen komisch vorkommen mag, hatte in der Vergangenheit eine wichtige Bedeutung. Schließlich war das Corps schon immer mehr als ein Spielmannszug, der für schöne Melodien während eines Festes sorgt.

Bei Wehrübungen haben Trommler und Pfeifer die Nienburger begleitet. Durch ihr Spiel gaben sie innerhalb des Zuges Signale wieder und leiteten so die Bürgerwehr. Diese traf sich regelmäßig, um im Ernstfall die Stadt verteidigen zu können. Schon im Mittelalter wurde zu diesem Zweck auf hölzerne Vögel geschossen, später auf Scheiben. Das Scheibenschießen war geboren und wird seit 1654 am Montag nach Johanni gefeiert. Das Trommler- und Pfeifercorps ist ein wichtiger Bestandteil dieser Tradition und muss daher immer am Tag vor Himmelfahrt zeigen, dass es diese Aufgabe auch erfüllen kann.

Spieltüchtigkeit gezeigt 

Dass dem diesjährigen Ausmarsch zumindest musikalisch nichts im Weg steht, haben die Trommler und Pfeifer jetzt bewiesen. Die Traditionsmärsche sitzen und werden den Nienburgern wieder den Takt für den Ausmarsch vorgeben. „Ihr habt gezeigt, dass ihr auf einem guten Stand seid“, fasste es der Kapitän der Blauen Garde Werner Siemann zusammen. Er hofft, dass entsprechend diesem guten Auftakt auch das Scheibenschießen wieder so schön wie in den vergangenen Jahren wird.

Mit ihrer Marschmusik geben die Trommler und Pfeifer während des Scheibenschießens den Takt an.

Damit das Trommler- und Pfeifercorps auch in Zukunft das Traditionsfest begleiten kann, werden jedoch neue Mitspieler gesucht. „Die Tradition darf nicht sterben“, findet Axel Brockmann, der die Spielleute seit 2006 anführt. Dieses Traditionsbewusstsein prägt die gesamte Gruppe. Doch das ist nicht alles, was sie ausmacht.

Vor einem halben Jahr hat sich Tobias Sperling dem Corps angeschlossen – auch, um die Tradition fortleben zu lassen. Doch schon nach kurzer Zeit merkte er, dass er außerdem in einer tollen Gemeinschaft aufgenommen wurde. „Es ist etwas Besonderes, nicht nur wegen der Geschichte“, findet der 46-Jährige, der die Flötisten unterstützt. Bereits seitdem er 17 Jahre alt ist, geht der Nienburger beim Scheibenschießen mit. Nun erlebt er das Fest auf eine neue Art und Weise.

Nicht nur beim großen Ausmarsch am Montag sind die Musiker dabei. Sie arbeiten quasi durch und begleiten die ganze Festivität.

Um dafür vorbereitet zu sein, wird einmal im Monat gemeinsam geprobt. Zusätzlich gibt es Übungseinheiten für die Trommler und Flötisten getrennt. „Es ist Fleißarbeit, aber nach und nach sieht man kleine Erfolge“, sagt Sperling, der Interessierte jeden Alters ermutigt, ein Instrument zu lernen.

Die Stücke schon verinnerlicht haben etwa Harald Ellermann und Cord Dobberschütz, die schon mehr als 40 Mal gemeinsam ausmarschiert sind. Sie würden sich freuen, wenn sich den Spielleuten besonders jüngere Männer anschließen. So wie das jüngste Mitglied der Gruppe Lukas Müller. Mit 19 Jahren hat der Nienburger zum ersten Mal mitgetrommelt – und ist gerne ein Teil der Gemeinschaft geworden. „Es gibt keinen Grund dafür, dass die Trommler und Pfeifer nur ältere ansprechen. Wer das Scheibenschießen leben möchte, ist herzlich willkommen“, sagt der heute 24-Jährige. Für dieses Hobby spreche außerdem, dass es nicht zu zeitintensiv sei. Geprobt werde ganz ohne Leistungsdruck und gerne verbringen die Männer im Anschluss noch nette Abende gemeinsam. Hier stehe der Zusammenhalt im Vordergrund.

Scheibenschießen Nienburg: "Antrommeln"

Daumen hoch von Tambourmajor Axel Brockmann: Bei dem kleinen Konzert im Ratskeller hat das Trommler- und Pfeifercorps hat mit dem „Antrommeln“ seine Spieltüchtigkeit bewiesen. Gleichzeitig war dies der Auftakt zum Scheibenschießen.
Bei dem kleinen Konzert im Ratskeller hat das Trommler- und Pfeifercorps hat mit dem „Antrommeln“ seine Spieltüchtigkeit bewiesen. Gleichzeitig war dies der Auftakt zum Scheibenschießen. © Johanna Müller
Daumen hoch von Tambourmajor Axel Brockmann: Bei dem kleinen Konzert im Ratskeller hat das Trommler- und Pfeifercorps hat mit dem „Antrommeln“ seine Spieltüchtigkeit bewiesen. Gleichzeitig war dies der Auftakt zum Scheibenschießen.
Bei dem kleinen Konzert im Ratskeller hat das Trommler- und Pfeifercorps hat mit dem „Antrommeln“ seine Spieltüchtigkeit bewiesen. Gleichzeitig war dies der Auftakt zum Scheibenschießen. © Johanna Müller
Daumen hoch von Tambourmajor Axel Brockmann: Bei dem kleinen Konzert im Ratskeller hat das Trommler- und Pfeifercorps hat mit dem „Antrommeln“ seine Spieltüchtigkeit bewiesen. Gleichzeitig war dies der Auftakt zum Scheibenschießen.
Bei dem kleinen Konzert im Ratskeller hat das Trommler- und Pfeifercorps hat mit dem „Antrommeln“ seine Spieltüchtigkeit bewiesen. Gleichzeitig war dies der Auftakt zum Scheibenschießen. © Johanna Müller
Daumen hoch von Tambourmajor Axel Brockmann: Bei dem kleinen Konzert im Ratskeller hat das Trommler- und Pfeifercorps hat mit dem „Antrommeln“ seine Spieltüchtigkeit bewiesen. Gleichzeitig war dies der Auftakt zum Scheibenschießen.
Bei dem kleinen Konzert im Ratskeller hat das Trommler- und Pfeifercorps hat mit dem „Antrommeln“ seine Spieltüchtigkeit bewiesen. Gleichzeitig war dies der Auftakt zum Scheibenschießen. © Johanna Müller
Daumen hoch von Tambourmajor Axel Brockmann: Bei dem kleinen Konzert im Ratskeller hat das Trommler- und Pfeifercorps hat mit dem „Antrommeln“ seine Spieltüchtigkeit bewiesen. Gleichzeitig war dies der Auftakt zum Scheibenschießen.
Bei dem kleinen Konzert im Ratskeller hat das Trommler- und Pfeifercorps hat mit dem „Antrommeln“ seine Spieltüchtigkeit bewiesen. Gleichzeitig war dies der Auftakt zum Scheibenschießen. © Johanna Müller
Daumen hoch von Tambourmajor Axel Brockmann: Bei dem kleinen Konzert im Ratskeller hat das Trommler- und Pfeifercorps hat mit dem „Antrommeln“ seine Spieltüchtigkeit bewiesen. Gleichzeitig war dies der Auftakt zum Scheibenschießen.
Bei dem kleinen Konzert im Ratskeller hat das Trommler- und Pfeifercorps hat mit dem „Antrommeln“ seine Spieltüchtigkeit bewiesen. Gleichzeitig war dies der Auftakt zum Scheibenschießen. © Johanna Müller
Daumen hoch von Tambourmajor Axel Brockmann: Bei dem kleinen Konzert im Ratskeller hat das Trommler- und Pfeifercorps hat mit dem „Antrommeln“ seine Spieltüchtigkeit bewiesen. Gleichzeitig war dies der Auftakt zum Scheibenschießen.
Bei dem kleinen Konzert im Ratskeller hat das Trommler- und Pfeifercorps hat mit dem „Antrommeln“ seine Spieltüchtigkeit bewiesen. Gleichzeitig war dies der Auftakt zum Scheibenschießen. © Johanna Müller

Trommler- und Pfeifercorps Nienburg: Dabei sein

„Spielmannszüge sind selten und wir haben tolle Erlebnisse zu bieten“, fasst Tambourmajor Axel Brockmann zusammen. Wer das Trommler- und Pfeifercorps näher kennenlernen möchte, erreicht Brockmann unter Tel. 05021/5050. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht nötig, aufgenommen werden ausschließlich Männer.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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