Neuer Ofen der BBS für Auszubildende

Nicht nur kleine Brötchen backen

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Technik, die begeistert: Michael Wagner zeigt BBS-Leiterin Sabine Schröder den neuen Ofen. Wolfgang Hess (hinten) und Alfred Plate schauen zu.

Nienburg - Von Nikias Schmidetzki. Den gab es nicht im Elektrofachhandel, und er passte auch nicht in den Kofferraum der Schulleitung. Der neue Backofen, an dem angehende Bäcker und Bäckereifachverkäuferinnen an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Nienburg lernen, ist fast so groß wie so manche Einbauküche.

Stolz war auch der Preis: 70 000 Euro lies sich der Landkreis das Gerät kosten, und das ist noch nicht einmal besonders teuer. Immerhin hat mit ihrem entsprechenden Angebot die Firma Backring Nord die Ausschreibung gewonnen. Enthalten war neben dem Ofen selbst, Demontage und Entsorgung des vorherigen Modells – zu verkaufen war es nicht mehr – sowie der komplette Anschluss des neuen Ofens. Und das ist nicht nur mit einem Stromanschluss und einigen Schrauben getan. Gleich mehrere Anschlüsse waren nötig, darunter auch für Wasser- und Abwasser.

Mehr als 20 Jahre hatte der alte Ofen auf dem sprichwörtlichen Buckel. Die Technik entsprach so gar nicht mehr dem, womit die Auszubildenden in den Betrieben arbeiten. „Und auch energetisch ist der neue Backofen deutlich besser“, betont Lehrer Michael Wagner. Nun verfügen er und seine Schüler über zwei Heizsysteme, können endlich mit Ober-/Unterhitze und auch Umluft backen – was ja selbst in den meisten privaten Küchen heute ohne Probleme möglich ist.

Vertreter aus Kreistag und Schule sowie vom Hersteller, Händler und Bäckerinnung bei der Vorstellung des Ofens.

Heute werde viel mehr in den einzelnen Läden gebacken, auch darauf bereitet die Schule nun schon vor, sagt Wagner. Auch die Bedienweise, mit kleinen Computern ist der Ofen ausgestattet, ist moderner. Davon hätten ihn sowohl Wolfgang Hess vom Hersteller Miwe als auch Christian Deicke als Vertreter der Bäckerinnung überzeugt. „Es ist wichtig, dass auch die Verkäuferinnen anständig geschult werden“, befindet der. Das Backen habe sich dem veränderten Konsumverhalten angepasst, erinnert Wagner. So können nun zeitgleich verschiedene Produkte gebacken werden, ganz wie eben im Betrieb nach der Ausbildung auch.

Alfred Plate, Vorsitzender des zuständigen Ausschusses für berufsbildende Schulen, bezeichnet die neue Einrichtung als „ganz besondere Geschichte“, wünscht viel Erfolg und viele Auszubildende. Denn die, so erklärt es BBS-Leiterin Sabine Schröder, könne es auf Dauer nur mit guter und moderner Ausstattung geben. Genau deshalb sei die Schule dem Landkreis „nicht nur lieb, sondern auch teuer.“

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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