Neue Technik fürs Parken am Schloßplatz: Besser und sicherer, aber nicht teurer

Problem: „Ticket und Handy vertragen sich nicht gut“

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Neue Technik für das Parkhaus und den Schloßplatz in Nienburg: Bis nächste Woche soll alles fertig sein.

Nienburg - Ein komplettes Parkhaus und einen großen Parkplatz in bester Innenstadtlage parallel zum laufenden Betrieb mit neuer Technik zu versehen, ist keine Kleinigkeit: Angesichts hunderter Nutzer kann man die Anlage nicht einfach sperren. Umgekehrt kann aber auch das Prinzip „Frei parken“ bestenfalls eine Notlösung sein, sollen Verkehrschaos und Einnahmeausfälle vermieden werden.

Die Wirtschaftsbetriebe Stadt Nienburg haben das Altstadtfest genutzt, um den Schloßplatz und das dortige Parkhaus mit neuer Technik auszurüsten.

Die 2004 in Betrieb genommene Schranken- und Kassentechnik am Schloßplatz erwies sich in der jüngeren Vergangenheit als zunehmend störungsanfällig. Ein Grund: Moderne Handys und Handtaschen mit Magnetverschluss. „Die Parktickets mit Seitenstreifen und Magneten oder Handys vertragen sich nicht sehr gut“, weiß Jens Bonk, bei den Wirtschaftsbetrieben zuständig für Parktechnik und das Leitsystem. „Kamen sich Ticket und Handy in der Tasche zu nahe, konnte es passieren, dass das Ticket für die Technik unleserlich wurde. Darum wechseln wir von den Seitenstreifen zu Barcodes, wie es sie ja beispielsweise schon im Parkhaus Am Hafen oder auf dem Parkplatz Wesavi gibt.“ Diese neuen Tickets seien nicht nur sicherer, sie dienen auch gleich als Beleg: „Man kann das Ticket nach dem Öffnen der Schranke als Quittung gleich wieder mitnehmen.“

Umgestellt wurden auf dem Schloßplatz vier Kassenautomaten, zwei Einfahrten und drei Ausfahrten. „Wir haben den Beginn der Arbeiten unmittelbar vor das Altstadtfest gelegt, um die Umstellung möglichst ohne Einschränkungen für die Bürger über die Bühne zu bekommen“, sagt Thomas Hesse, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe. „Der Schloßplatz kann ja vor und am Altstadtfest ohnehin nicht öffentlich genutzt werden.“

Austausch und Modernisierung der Technik war nur ein Teilaspekt der rund 100000 Euro kostenden Maßnahme. „Ebenso wichtig ist, dass wir die Arbeiten genutzt haben, um Parkplatz und Parkhaus Schloßplatz mit anderen Parkflächen zu vernetzen. Mittels zeitgemäßer Software können wir von der Zentrale aus sehen, ob alle Anlagen reibungslos funktionieren.“ Bislang zeigte sich ein Fehler in der Regel erst, wenn sich ein Nutzer sich bei den Wirtschaftsbetrieben an der Langen Straße meldete. „Schrittweise setzen wir das für alle Parkanlagen im Stadtgebiet um“, so Hesse. „Wenn kein mechanischer Defekt vorliegt, können wir künftig viele Fehler sofort beheben, nachdem das System Alarm geschlagen hat.“

Die Arbeiten sollen bis Anfang kommender Woche abgeschlossen sein. Teurer soll das Parken in Nienburg dadurch nicht werden, verspricht der Geschäftsführer: „Es wird weniger Störungen geben, aber für die Bürger nicht mehr Geld kosten.“

jh

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