Sperrung aufgehoben

Havariertes Schiff nach Kollision auf der Weser erfolgreich geborgen

Ein Schwimmkran wurde am Sonntag in Position gebracht, um das havarierte Schiff auf der Weser zu bergen.
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Ein Schwimmkran wurde am Sonntag in Position gebracht, um das havarierte Schiff auf der Weser zu bergen.

Das auf der Weser bei Nienburg havarierte Binnenschiff wird eine Woche nach der Kollision mit einem zweiten Schiff geborgen. Die Arbeiten gingen gut voran.

Nienburg/Marklohe– Auf der Weser ging seit Sonntag, 8. August, nichts mehr. Zwischen Nienburg und dem Schleusenkanal bei Drakenburg war es dort zwischen zwei Schiffen zu einem Unfall gekommen. Eine Woche später begann nun am Sonntag die Bergung auf der für den kompletten Schiffsverkehr gesperrten Fluss. Bereits am Montagabend war die Bergung abgeschlossen. Die Sperrung der Weser wurde daraufhin aufgehoben.

Auf Höhe von Marklohe waren am Sonntag das angerückte Bergungsteam und die Polizei im Einsatz, um die wichtige Wasserstraße im Verlauf der kommenden Tage wieder freizumachen, am Ende erfolgte der Abschluss der Arbeiten deutlich schneller als erst angenommen. Für die Arbeiten wurde das Gebiet rund um das havarierte Schiff im 100-Meter-Radius abgesperrt – auch am Ufer durften sich keine Schaulustigen aufhalten.

Bergung bei Balge auf der Weser gut angelaufen

Um das Schiff zu heben, musste zuerst die Ladung – 600 Tonnen Mais – geborgen werden. Am Sonntagmittag berichtete die Polizei von einem gelungenen Start der Bergung. Drohnenpiloten wurden aufgefordert, die Weser nicht zu überfliegen. Über der Bundeswasserstraße sei das Überfliegen generell und über der Unfallstelle im Speziellen verboten. Auch, um das Team nicht bei der Arbeit zu stören.

Gegen 14 Uhr begannen die Einsatzkräfte, einen Schwimmkran in Position zu bringen, um das schwere und 67 Meter lange Binnenschiff zu heben. Ziel ist es, das Schiff abzudichten und wieder fahrtüchtig zu machen. Bis Montag wurde das eingedrungene Wasser abgepumpt.

Die „West Oder 1“ schwamm auf, die Weser gab den Blick auf das von der Kollision verursachte Leck frei – einen fünf Meter langen und einen Meter breiten Riss in der Schiffswand. Weil das Leck oberhalb der Wasserlinie lag, brauchte es aber nicht abgedichtet werden. Der Frachter konnte drei Kilometer von der Unglücksstelle bei Marklohe nach Nienburg geschleppt werden.

Sperrung der Weser führt zu tagelangem Umweg

Durch die Sperrung der Weser im Landkreis Nienburg mussten Eigner und Schiffsführer einen tagelangen Umweg ihrer Frachtschiffe einplanen, um beispielsweise Bremen und die Nordsee oder von Norden kommend den Mittellandkanal zu erreichen. Kleinere Boote können auf die Leine ausweichen, um schneller über die Aller zurück auf die Weser und nach Bremen zu gelangen. Einige Frachten wurden auch auf Lastwagen umgeladen, statt auf dem Wasserweg transportiert zu werden. Einen Stau gab es auf der Weser nicht.

Bei dem Unfall am Sonntag wurde auch das zweite beteiligte Schiff beschädigt, konnte aber weiterfahren. Die Einsatzkräfte kämpften in der Folge darum, eine Ölpest auf der Weser zu verhindern. Die Ursache für die Bug-an-Bug-Kollision wird noch ermittelt, es liegen laut Angaben der Polizei von Dienstag aber sehr wahrscheinlich Fahrfehler der Schiffsführer vor.

Gegen insgesamt drei Schiffsführer seien Strafverfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs eingeleitet worden, heißt es weiter. Betroffen sind ein 59-Jähriger und ein 60-Jähriger an Bord der „West Oder 1“, die sank. Die „Timbo“ wurde von einem 55-Jährigen gesteuert. Gegen den zweiten Mann an Bord werde nicht ermittelt. Alkohol oder Drogen seien als Unfallursache ausgeschlossen, teilte die Polizei mit. (Mit Material der dpa, Text aktualisiert nach Abschluss der Bergungsarbeiten)

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