Mehrere Taten in Stolzenau

Mutmaßlicher Brandstifter seit einem Jahr in Untersuchungshaft

Gegen seine Verurteilung wegen „Schwerer Brandstiftung“ in Stolzenau hat ein 26 Jahre alter Mann Berufung eingelegt. Nun wird der Fall vom Landgericht Verden verhandelt.
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Gegen seine Verurteilung wegen „Schwerer Brandstiftung“ in Stolzenau hat ein 26 Jahre alter Mann Berufung eingelegt. Nun wird der Fall vom Landgericht Verden verhandelt.

Im Juli hatte das Schöffengericht Stolzenau einen 26 Jahre alten Angeklagten wegen schwerer Brandstiftung in drei vollendeten und einem versuchten Fall zu zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Doch das Urteil ist nicht rechtskräftig geworden. Der gebürtige Mindener hat Berufung eingelegt. In Verden wird der Fall neu verhandelt.

Verden/Stolzenau – Wiederholt soll der gebürtige Mindener 2020 an einem damals auch von ihm bewohnten Mehrfamilienhaus in Stolzenau Brände gelegt haben. Bei der ersten Tat brannte dem Urteil zufolge Unrat. Bei einem zweiten Feuer in derselben Nacht drohte ein Brand auf eine Wohnung überzugreifen. Zuletzt soll der Angeklagte im Oktober 2020 ein Feuer im Erdgeschoss eines Nebengeschosses unter anderem an Malerutensilien entfacht haben. Dass der Brand auf zwei Wohnungen übergehen könnte, sei von dem Anklagen unerwünscht gewesen, aber in Kauf genommen worden. Eine Wohnung war nach den Urteilsfeststellungen zumindest zeitweise unbewohnbar.

Keine Fortschritte am ersten Verhandlungstag

Der Prozessauftakt beschränkte sich im Wesentlichen auf das auszugsweise Verlesen des Urteils aus Juli 2021. Ob der Angeklagte einen Freispruch oder eine Bewährungsstrafe mit seiner Berufung erreichen will, blieb offen. „Ich hatte geplant, mit meinem Mandanten zu sprechen. Das hat nicht geklappt“, erklärte der Verteidiger. Der 26-Jährige war erst mit Verspätung angekommen.

Ob sich der Mann in dem Berufungsverfahren zu den Vorwürfen äußern wird, blieb somit offen. Zeugen waren für diesen ersten Verhandlungstag nicht geladen. Der Vorsitzende Richter Nikolai Sauer signalisierte, dass er, sollten sich die Vorwürfe bestätigen, die vom Schöffengericht verhängte Strafe als „vertretbar“ ansieht.

Vorsitzender Richter sieht Wiederholungsgefahr

Dringender war dem Verteidiger die Frage einer weiteren Untersuchungshaft. „Er sitzt nächste Woche schon genau ein Jahr in Haft“, sagte er über seinen Mandanten. Der Haftbefehl sei auf Wiederholungsgefahr gestützt. Einen „Fluchtanreiz“ sehe er nicht. „Bei Wiederholungsgefahr ist es schwierig mit Auflagen. Ein Feuerzeug kann sich jeder für ‘nen Euro besorgen“, merkte der Vorsitzende kritisch an.

Bei Wiederholungsgefahr ist es schwierig mit Auflagen. Ein Feuerzeug kann sich jeder für ‘nen Euro besorgen.

Nikolai Sauer, Vorsitzender Richter

„Zwei Jahre zehn Monate sind im Skat“, so Sauer. Zu bedenken gab er, dass der Prozess „durch ein entsprechendes Einlassungsverhalten erheblich abgekürzt werden könne“. Für diesen Fall könne die Verhandlung schon beim nächsten Termin am 24. November zu Ende gehen. Noch sind Verhandlungen bis zum 3. März 2022 eingeplant.

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