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Nienburg: Belegschaft will streiken

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Von: Katrin Köster

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Teilnehmer einer Kundgebung der Gewerkschaft Verdi stehen zusammen.
Beschäftigte der Nienburger und Stolzenauer Standorte der Helios-Kliniken planen, am 12. Mai zu streiken. © Paul Zinken/dpa

Nienburg/Stolzenau – 137 Mitarbeiter der Helios-Kliniken in Nienburg und Stolzenau protestierten jetzt gegen das Arbeitgeber-Angebot in der laufenden Tarifrunde. Auch das Ergebnis der zweiten Verhandlungsrunde am 29. April enttäusche die Erwartungen der Beschäftigten sowie von Verdi, berichten Gewerkschaftsvertreter. Nun planen Vertreter der Arbeitnehmer und der Gewerkschaft, am 12. Mai zu streiken. Das bestätigte gestern Abend Izabela Dierks, Mitglied der ver.di-Tarifkommission in Nienburg, auf Anfrage.

Der Verdi-Verhandlungsführerin Julia Niekamp zufolge habe der Helios-Konzern sein „enttäuschendes Angebot“ aus der ersten Verhandlungsrunde kaum nachgebessert. Die Beschäftigten fordern Entgeltsteigerungen von 15 Prozent sowie weitere Verbesserungen, etwa bei der Jahressonderzahlung.

Der Konzern bietet folgende Entgeltsteigerungen an: +1,3 Prozent zum 1. April und weitere +1 Prozent zum 1. Dezember 2022. 2023 sollen die Gehälter erneut um 1,3 Prozent zum 1. Juni und um weitere 1 Prozent zum 1. Dezember steigen. Auszubildende sollen dem Helios-Vorschlag nach zum 1. April 70 Euro mehr bekommen und noch mal 70 Euro zum 1. April 2023. Zudem sollen sie einen Laptop kostenfrei gestellt bekommen. Ferner biete der Konzern eine einmalige Corona-Prämie für Vollzeitkräfte in Höhe von 200 Euro im Jahr 2022 an, sowie eine Pflegezulage für „Pflegekräfte am Bett“ in Höhe von 70 Euro ab 1. Juli 2023.

Das sei „skandalös“, ärgert sich Izabela Dierks. „Unsere Kollegen müssen entscheiden, wie wir weiter verfahren.“ Das haben sie nun getan. Dem Konzern habe man bereits vorsorglich Notdienst-Verhandlungen angeboten. Die Beschäftigten wollen die notwendige Patientenversorgung auch am Streiktag sicherstellen, so Dierks.

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