Schulstart im Kreis Nienburg

Mit Schultüte und Maske

Schulranzen stehen auf einer Mauer. Das neue Schuljahr beginnt.
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Das neue Schuljahr beginnt – die Kinder und Jugendlichen im Landkreis Nienburg müssen sich auf weitere Tests und Maskenpflicht einstellen.

Landkreis – Es geht wieder los: Die Sommerferien sind vorbei, und für die Schüler im Landkreis Nienburg heißt es wieder Tasche packen und Pausenbrot schmieren. Doch wie sieht die Rückkehr an die Schulen in Corona-Zeiten aus? Welche Regeln gelten aktuell eigentlich?

Das Land hat zum Schulstart eine Sicherheitsphase vorgesehen, die bis zum 22. September gelten soll. Das bedeutet: Alle Schüler müssen sich an den ersten sieben Schultagen nach den Ferien zu Hause auf das Coronavirus testen. Danach sind drei Tests pro Woche geplant, ebenfalls zu Hause. Von dieser Vorgabe befreit sind Personen, die vollständig genesene oder geimpft sind. Zudem müssen Kinder und Jugendliche an allen Schulen Mund-Nasen-Masken im Gebäude und am Sitzplatz im Klassenraum tragen. Jungen und Mädchen ab 14 Jahre sollten medizinische Masken tragen, heißt es vom Land weiter.

Mit Maske im Klassenraum

Ohne Maske geht es im neuen Schuljahr also nur auf dem Pausenhof. Auf eine Maske verzichten können nur Schüler mit Behinderung und ärztlichem Attest oder einer amtlichen Bescheinigung. Ebenfalls befreit sind Kinder unter sechs Jahren. Kindern im Schulkindergarten, Erstklässler, Schüler mit Beeinträchtigungen sowie mit Unterstützungsbedarf sollen auch eine Maskenpause machen können. Darüber hinaus gelten weiterhin die Abstands- und Hygieneregeln auf der Grundlage des Rahmenhygieneplans, so das Kultusministerium.

Haben Kinder oder Jugendliche aufgrund von Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf, dürfen sie sich vom Präsenzunterricht per ärztlichem Attest befreien lassen. Diese Härtefall-Regelung gilt laut Minsterium auch bei schriftlichen und praktischen Prüfungen.

Einschulung mit Auflagen

Einschulungsfeiern sind grundsätzlich möglich, allerdings gelten auch hier einige Auflagen. Kinder, die jetzt in die Schule kommen, sollen sich an den Infos „ihrer“ Schule orientieren, die auch die Feier ausrichtet, empfiehlt die Stadt Nienburg. Sie ist Trägerin der städtischen Grundschulen, der Oberschule Nienburg sowie der beiden Gymnasien und weist in einer Mitteilung darauf hin, dass für die Feiern der ersten und fünften Klassen die 3G-Regel gelte. Demnach dürfen nur Personen zur Einschulungsfeier, die

. geimpft (Person mit Nachweis der vollständigen Schutzimpfung),

. genesen (Person mit Genesenen-Nachweis, das heißt positiver PCR-Test, der mindestens 28 Tage und maximal 6 Monate zurückliegt) oder

.  getestet (PCR-Test, maximal 48 Stunden gültig; PoC-Antigen-Schnelltest, maximal 24 Stunden gültig) sind. Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres sind den Angaben zufolge von der Testpflicht ausgenommen.

Fenster auf, Kipp reicht nicht

In allen Schulen spielt das Lüften der Räume eine zentrale Rolle. Das Kultusministerium gibt bei Zimmern mit Fenstern das „20–5–20-Prinzip“ (20 Minuten Unterricht, 5 Minuten lüften, 20 Minuten Unterricht) vor. Die Fenster sollten möglichst ganz geöffnet werden. „Je größer die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen ist, desto effektiver ist das Lüften. Daher ist bei kalten Außentemperaturen im Winter ein Lüften von circa drei bis fünf Minuten sehr wirksam“, so das Ministerium. An warmen Tagen sollten die Fenster länger offen bleiben. Während des Lüftens könne Unterricht stattfinden. Kalte Füße müssen die Schüler dabei indes nicht befürchten: Den Experten zufolge sinkt bei einer korrekten Stoßlüftung die Temperatur im Raum nur kurze Zeit um zwei bis drei Grad Celsius ab. Zudem werde der Wärmeverlust durch die in Wänden, Decken und Böden gespeicherte Wärme schnell wieder ausgeglichen.

Fenster nur auf „Kipp“ zu stellen, reicht nicht. Können Fenster in einem Raum nicht geöffnet werden, ist der Raum für den Unterricht nicht geeignet, es sei denn, es gibt eine effektive Lüftungsanlage, so die Vorgabe.

Impf-Aktion und Hintergrund-Infos

Noch bis zum 6. September läuft in den Impfzentren des Landes eine Aktion zur Impfung junger Menschen gegen Covid-19. Zusätzlich stehen die niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte sowie die Hausärzte für Impfungen zur Verfügung. Das Kultusministerium betont allerdings , dass das Immunisieren „trotz des positiven Effekts eine individuelle Entscheidung“ bleibe. „Es wird in Niedersachsen keine unterschiedliche Behandlung von geimpften, nicht geimpften oder genesenen Schülerinnen und Schülern im Hinblick auf den Schulbesuch geben, sieht man von der Befreiung von geimpften und genesenen Schülerinnen und Schülern von der Testpflicht sowie etwaigen Anordnungen zur Quarantäne als Kontaktperson durch die Gesundheitsämter ab“.

Die aktuellen Vorgaben:

www.mk.niedersachsen.de/startseite/

Details zum Thema Lüften:

https://bit.ly/3zNZoDz

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