Evakuierung bei „Rock das Ding“ hält Festivalbesucher nicht vom Feiern ab

Metal-Fans trotzen dem Unwetter

Brainstorm-Leadsänger Andy B. Franck begeistert das Publikum mit seiner Stimme und verspricht, gerne wieder nach Balge zu kommen. Foto: REbecca Göllner-Martin

Holzbalge - Von Rebecca Göllner-martin. 2000 Zuschauer, 16 Bands, zwei Tage, eine Evakuierung – das sind die Zahlen des „Rock das Ding“-Festivals 2019 in Balge, das dort am Wochenende zum vierten Mal über die Bühne ging. Während die Besucherzahlen am Freitag noch etwas zu Wünschen übrig ließen, konnte am Samstag auch das heftige Unwetter die Metal-Fans nicht vom Rocken abhalten.

„Am Freitag konnten wir knapp 1 000 Besucher zählen, am Samstag dafür etwas über 2 000“, sagte Organisator Frank Juschkat freudig. Schließlich hatte er sich im Vorfeld viel vorgenommen. Nicht nur, dass er die Festivaltage von einem auf zwei Tage erhöht hat, so ist auch in diesem Jahr das Veranstaltungsgelände ein anderes gewesen. Vom Balger Ortskern ging es nach Holzbalge in die direkte Nähe des Flugplatzes. Die Vorteile: mehr Platz, weniger Anwohner. Erstmals gab es zudem die Möglichkeit, dort zu campen, was auch viele Festivalbesucher nutzten.

Beim Line-up hatte der Balger am bewährten Konzept festgehalten und auf handgemachte Musik gesetzt. Die Bühne rockten am Freitag unter anderem Ohrenfeindt, Cholane, Toe the Line sowie Meilentaucher, die ehemalige Band des Johann-Beckmann-Gymnasiums in Hoya. Die Höhepunkte am Samstag bildeten die Auftritte von Brainstorm und der Speed-Metal-Band Primal Fear.

Dass die Bands am Samstag überhaupt noch alle die Bühne rocken konnten, war am Nachmittag gar nicht mehr so sicher. Ein Gewitter und Sturmböen waren der Grund für eine etwa einstündige Evakuierung des Veranstaltungsgeländes. Ein großes Lob an alle Beteiligten sprach Juschkat im Nachgang aus. Alles sei vorbildlich verlaufen. Er und sein Team hätten dauerhaft in Kontakt mit der Feuerwehr sowie dem Tower des Flugplatzes gestanden, um die Wetterprognosen im Auge zu behalten. Nachdem klar war, dass der Platz geräumt werden muss, sei alles ruhig und gesittet vonstattengegangen. Für die Zuschauer ging es in die Autos, die Festival-Crew kümmerte sich unter anderem darum, den Schaden möglichst gering zu halten. „Erst dachten wir, dass die Technik was abbekommen hat, aber glücklicherweise war es dann nicht so“, erklärte Juschkat. Nachdem Sonnenschein den Regen wieder abgelöst hatte, strömten die Festivalbesucher zurück aufs Gelände.

Überrascht zeigte sich Frank Juschkat über die Reichweite, die „Rock das Ding“ mittlerweile habe. „Wir hatten Gäste aus Lübeck, Bremerhaven und Hamburg, aber auch aus Holland und Schweden“, sagte er. Vor allem die überschaubare Größe und die familiäre Atmosphäre des Festivals würden den Reiz ausmachen, ist er überzeugt.

Auch im nächsten Jahr soll es wieder „Rock das Ding“ heißen, dann am 24. und 25. Juli. Die ersten 100 der 2 500 Tickets konnten Fans bereits am Samstag kaufen. Auch einige Bands seien laut Juschkat bereits gebucht. „Aber die gebe ich noch nicht bekannt, das bleibt noch mein Geheimnis“, sagte er.

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