Fast 500 Besucher beim „Best-of-Konzert“

Mestrini mit Signalhorn verabschiedet

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Voller Leidenschaft dirigierte Mestrini zum letzten Mal das Feuerwehrorchester.

Nienburg - Zum Ende des fast dreistündigen Konzerts des Feuerwehrmusikzuges in der Aula der Berufsbildenden Schulen in Nienburg erhoben sich die knapp 500 Konzertbesucher und sorgten für lang anhaltenden Beifall. Zum letzten Mal hatte Freek Mestrini in einem Wochenendworkshop die Feuerwehrmusikanten geschult und für das „Best-of-Konzert“ fit gemacht.

Der im Allgäu lebende Holländer war 22 Jahre Konzertmeister und erster Flügelhornist bei Ernst Mosch und den Original Egerländer Musikanten. Bevor er jetzt endgültig in den Ruhestand geht, hatte er auf Einladung von Kreisstabführer Ralf Binner zu einem letzten Workshop gebeten.

Mestrini lobte das Orchester mehrfach für die professionelle Mitarbeit. Den Reigen des Abschiedskonzertes der Böhmisch-Mährischen Blasmusik eröffnete er mit der gemütlichen Polka Barbuschka. Nach der Gartenpolka bewies das Orchester beim Weserbogenmarsch und der Dompfaff-Polka, dass man auch singen oder pfeifen kann. Auch die Alphornbläser hatten mit dem Zauber der Berge ihren Auftritt, ebenso wie ein Solist am Xylophon mit Erinnerungen an Zirkus Renz. Uta und Ralf Binner sorgten bei dem Walzer „Blumenmädchen“ und bei „Wir sind Kinder von der Eger“ für den Gesang.

Mestrini machte deutlich, dass er nicht jeden aus dem Orchester vorstellen könne, aber eine junge Dame bat er sich von ihrem Platz zu erheben. Die elfjährige Wenke Schröter aus Landesbergen spielt Saxophon und war jetzt das erste Mal dabei. Mestrini bescheinigte ihr ein großes Talent. Der älteste Teilnehmer mit 76 Jahren war Posaunist Ulli Schmidt aus Anemolter-Schinna. Ralf Binner und sein Orchester überraschten Freek Mestrini, der eigentlich Fredericus heißt, mit dem Stück „Fredericus – König der Blasmusik“.

Als Abschiedsgeschenk überreichte Binner ein Signalhorn mit Widmung. Bevor das Konzert mit dem Marsch „Alte Kameraden“ endete, dankte das Orchester mit verschiedenen Aussagen wie: „Danke, für den Spaß, danke, dass wir Kinder und Jugendlichen eine Chance hatten, danke, dass aus einem Dozenten ein Freund wurde, danke für die Geduld und Nervenstärke“. Mestrini dankte für die schöne Zeit und wollte mit dem Orchester noch ein wenig feiern. - us

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