Nienburger Bürgermeisterwahl

Schmithüsen: „Leute, geht wählen!“

Peter Schmithüsen bewirbt sich um das Amt des Nienburger Bürgermeisters.
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Für ein „grüneres Nienburg“ in vielerlei Hinsicht setzt sich Peter Schmithüsen ein.

Nienburg – Die Koffer stehen nach dem Sommerurlaub gerade wieder im Haus, da widmet sich Peter Schmithüsen bereits wieder einer Herzensangelegenheit: Er möchte Nienburgs nächster Bürgermeister werden und eine deutlich „grünere“ Ära für die Weserstadt einläuten.

„Für mich steht der Klimaschutz ganz oben“, betont der Diplom-Toningenieur und Fraktionschef der Grünen im Nienburger Rat. Daher wolle er konsequent jede politische Entscheidung dahin gehend überprüfen, wie sie sich auf das Klima auswirken würde. „Da gab es bisher keine klare Linie“, findet Schmithüsen.

Schmithüsen: Klimaschutz ganz oben auf der Liste

Zugute komme ihm an dieser Stelle auch seine berufliche Erfahrung: Schmithüsen arbeitet im Managementbereich des NDR und bringt nach eigenen Angaben Personal- und Organisationserfahrung mit und kennt sich aufgrund seiner bisherigen Arbeit als Fraktionschef auch mit der Kommunalverwaltung aus. Pläne gelte es ja später auch kompetent in Taten umzusetzen.

Als konkrete „Baustelle“ nennt er für die Weserstadt die Klimabilanzierung bei der Bauleitplanung. Künftige Baugebiete sollen idealerweise klimaneutral sein, so der Grünen-Politiker. Als Leuchtturmprojekt möchte Schmithüsen außerdem den Individualverkehr modernisieren. Insbesondere der Radverkehr ist ihm ein „Riesenanliegen“. Er wünscht sich für die Weserstadt mehr Radwege, auch Schnellfahrspuren nach niederländischem Vorbild oder Pop-up-Radwege. „Das kann auch experimentell sein, da schauen wir, was funktioniert.“

Ziel: Mehr Ideen von „außen“ in die Verwaltung bringen

Als potenzieller Stadtchef ist Schmithüsen zudem die Bürgerbeteiligung sehr wichtig. Seiner Meinung nach sollte das bisherige Prozedere umgekehrt laufen: Anstatt Ideen in der Verwaltung oder im Rat zu entwickeln und erst dann nach „draußen“ zu den Nienburgern zu tragen, sollten sie stärker von den Bürgern kommen und in die Verwaltung gegeben werden. „Wir müssen mehr von der Theorie hin zur Praxis“, findet der Nienburger. Ihm schweben da als Kommunikationskanäle beispielsweise mehr Bürgersprechstunden und ein offener Dialog der Verwaltung mit den Nienburgern vor.

Sich aktiv zu beteiligen und Wünsche vor Ort zu äußern, ist für Schmithüsen der Kern von Kommunalpolitik. Zum Ergebnis einer Forsa-Umfrage, wonach sich immer weniger Bürger von den großen Parteien auf kommunaler Ebene wahrgenommen fühlen, sagt er: „Die Parteien müssen jedes Handeln in einen globalen Zusammenhang stellen. Aber wir – also ich und meine Partei – versuchen auch, das immer runterzubrechen.“

Schließlich hätten viele globale Dinge unmittelbare Auswirkungen vor Ort, betont er mit Blick auf den Klimawandel. Das parlamentarische System an sich sei gut. Die inhaltlichen Themen, für die die Parteien stünden, seien indes sehr lokale Belange, die den Menschen sehr wohl die Möglichkeit geben, sie vor Ort zu beeinflussen. „Darum würde ich jedem raten: Macht mit!“

Mitzumachen gilt Schmithüsen zufolge nicht nur für die Kommunalpolitik an sich, sondern auch bei den Wahlen am 12. September: „Leute, geht wählen! Nur wer wählt, kann mit Fug und Recht sagen, er habe alles für die Demokratie getan“, betont der 57-Jährige.

Schmithüsen: „Bin meistens geduldig“

Und mit was für einem Typ Menschen hätten es die Nienburger mit Schmithüsen zu tun? „Ich bin ein überlegter Mensch, der gerne Dinge erst versteht, bevor er sie bewertet“, antwortet er. Schmithüsen sieht sich zudem als abwägenden, aber dennoch entscheidungsfreudigen Typen. „Und meistens auch geduldig“, ergänzt er mit einem Lachen. Was ihn ungeduldig mache? „Ignoranz gegen wissenschaftliche Erkenntnisse. Das finde ich ganz schlimm“, sagt er mit Blick auf die Diskussion um die Covid-19-Impfung oder die Corona-Pandemie. „Man sollte auf Basis von Wissen entscheiden“, ist er überzeugt.

Wenn er und seine Frau Mechthild ihre Koffer ausgepackt haben, zieht es sie zum Entspannen vermutlich an einen von Schmithüsens Lieblingsplätzen in der Weserstadt: „Am Weserwall, wenn man vom Hassbergischen Hof aus aufs Wasser schaut“, sagt der 57-Jährige. Oder ein paar Meter weiter: „Auf der Wiese an der Fußgängerbrücke über die Weser“ sitze er ebenfalls gerne, zum Beispiel beim Burn-out-Festival.

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