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Landtagswahlen: Nienburger wählen gern per Brief

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Von: Katrin Köster

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Burkhard Walther (v.l.), Siana Busse, Moritz Rust, Markus Florian und René Brüggemann bei den Vorbereitungen im Nienburger Rathaus.
Die Landtagswahl wirft ihre Schatten voraus. Burkhard Walther (v.l.), Siana Busse, Moritz Rust, Markus Florian und René Brüggemann bei den Vorbereitungen im Nienburger Rathaus. © Stadt Nienburg

Landkreis – Die Bürger haben es in der Hand: Am Sonntag, 9. Oktober, sind Landtagswahlen. In der Zeit von 8 bis 18 Uhr haben die wahlberechtigten Bürger des Landkreises die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben.

Sie wählen den neuen niedersächsischen Landtag mit mindestens 135 Abgeordneten. Deren reguläre Amtszeit beträgt fünf Jahre. Die Aufgaben: Der Landtag wählt die Ministerpräsidentin oder den Ministerpräsidenten, wirkt bei der Bildung der Landesregierung mit, verabschiedet die Landesgesetze, beschließt den Haushalt und kontrolliert die Landesregierung.

Der Kreis Nienburg gliedert sich seit jeher in zwei Wahlkreise: 38 (Nienburg / Schaumburg) und 39 (Nienburg-Nord). Im Wahlkreis 38 sind insgesamt 66 476 Männer und Frauen wahlberechtigt, im Wahlkreis 39 sind es 72 502 Personen, teilt Cord Steinbrecher, Pressesprecher der Kreisverwaltung, auf Nachfrage mit.

15 Wahllokale allein in der Stadt Nienburg

Die Stadt Nienburg gehört dem Wahlkreis 39 an. „Wir haben hier 15 Wahllokale, in den 20 Wahlbezirke untergebracht sind“ erläutert der Nienburger Wahlleiter Burkhard Walther. Die Wahllokale seien deutlich häufiger barrierefrei, ergänzt Walther und nennt als Beispiel die Feuerwehrtechnische Zentrale an der Verdener Landstraße 107. „Dort sind wir ins Erdgeschoss abgewandert“, so Walther. Am Eingang befände sich maximal eine Stufe. Zudem gibt es an einigen Wahllokalen Rampen für Rollatoren oder Rollstühle.

Wie Burkhard Walther berichtet, ist die Briefwahl sehr beliebt: „Wir haben jetzt seit zehn Tagen auf und für 1 800 Wahlberechtigte Briefwahlunterlagen ausgestellt“, sagt er. Insgesamt sind in der Weserstadt 23 300 Wahlberechtigte registriert. Walther freut diese Entwicklung: „Das scheint ein genereller Trend zu sein. Ist aber sehr gut, die Leute sollen ja wählen.“

Bei Briefwahl auf Postlaufzeit achten

Wer diese Option nutzt, sollte unbedingt einplanen, dass die Wahlunterlagen spätestens bis zum 9. Oktober um 18 Uhr beim Briefwahlbüro wieder eingegangen sein müssen. Ansonsten sind sie ungültig. Wie genau die Briefwahl abläuft und worauf die Nienburger achten müssen, erläutert die Verwaltung auf ihrer Webseite unter www.nienburg.de.

Die klassische Stimmabgabe vor Ort organisiert im Übrigen jede Kommune selbst, ebenso die Auszählung. Die Stimmen der Briefwahl werden hingegen im Kreishaus ausgezählt, erläutert Cord Steinbrecher. Die Ergebnisse leiten die Kommunen an den Landkreis weiter, der sie wiederum online veröffentlicht und der Landeswahlleitung weitergibt. Eine öffentliche Veranstaltung anlässlich der Stimmauszählung ist nach Angaben des Kreis-Sprechers nicht geplant.

Damit am 9. Oktober auch alles reibungslos funktioniert, sind zahlreiche Wahlhelfer nötig. Die Stadt Nienburg ist da offenbar gut bestückt: „Erfreulicherweise haben sich bereits viele Wahlhelferinnen und Wahlhelfer bereit erklärt, bei der Wahl zu helfen, sodass die Wahlvorstände in den Wahllokalen bis auf wenige Einzelplätze bereits voll besetzt sind“, schreibt die Verwaltung auf ihrer Webseite. Insgesamt sind in den Wahllokalen der Stadt Nienburg rund 180 Helfer im Einsatz, sagt Burkhard Walther. „Wer unterstützen möchte, kann sich aber in jedem Fall bei uns melden“, meint er. „Wir brauchen ja auch beim nächsten Mal Leute. Oder es werden Helfer krank.“

Weitere Infos

Wahlschein online: www.nienburg.de/rathaus-politik/wahlen-ortsrecht/briefwahlbuero/

Allgemeine Infos: https://landeswahlleiterin.niedersachsen.de/startseite/

Der Kreis Nienburg gliedert sich in zwei Wahlkreise.

Wahlkreis 38: Nienburg/Schaumburg

Dazu gehören die Stadt Rehburg-Loccum, der Flecken Steyerberg, die Samtgemeinde Mittelweser mit den Gemeinden Estorf, Husum, Landesbergen, Leese, Stolzenau, die Samtgemeinde Uchte, mit den Gemeinden Flecken Diepenau, Raddestorf, Flecken Uchte, Warmsen. Dazu kommen Kommunen aus den Landkreisen Diepholz und Schaumburg.

Wahlkreis 39: Nienburg – Nord

Hierzu gehören die Stadt Nienburg, die Samtgemeinde Heemsen mit den Gemeinden Flecken Drakenburg, Haßbergen, Heemsen, Rohrsen, die Samtgemeinde Grafschaft Hoya mit den Gemeinden Flecken Bücken, Eystrup, Gandesbergen, Hämelhausen, Hassel (Weser), Hilgermissen, Stadt Hoya, Hoyerhagen, Schweringen, Warpe, die Samtgemeinde Steimbke mit den Gemeinden Linsburg, Rodewald, Steimbke, Stöckse, die Samtgemeinde Weser-Aue, mit den Gemeinden Balge, Binnen, Flecken Liebenau, Marklohe, Pennigsehl, Wietzen. Außerdem gehören noch Kommunen aus dem Kreis Diepholz zum Wahlkreis 39.

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